Every book tells a story

Diese Bücher machen den Wiedereinstieg in die englische Alltagssprache so einfach wie möglich und so unterhaltsam wie nötig. Finden Sie hier Soforthilfe für den Urlaubsanfang und mehr Futter für Runaways und Betterknowers:

Soforthilfe für den Urlaubsanfang:
A. Abraham:  Muttis Urlaubsenglisch – In 7 Tagen startklar für den Urlaub
Verlag CrateSpace Independent Publishing Platform, 2012
ISBN 978 – 1480162129

Futter für Runaways und Betterknowers:
Peter Littger: The devil lies in the detail: Lustiges und Lehrreiches über unsere Lieblingsfremdsprache
Verlag KiWI-Taschenbuch, 2015
ISBN 978 – 3462047035

 

 

 

Wie klingt unsere Muttersprache für einen Nichtdeutschen?

Fremdsprache ist das, was anders klingt. Aber wie klingt für einen Nichtdeutschen unsere Muttersprache? Welchen Sound hat Deutsch im babylonischen Sprachenmixtum? Ein originelles youtube-Video zeigt, wie für einen Englischsprechenden die deutsche Sprache klingt. Wundern Sie sich ein wenig, hören Sie rein und denken Sie daran. Für fast jeden ist eine Fremdsprache eine wirklich fremde Sprache. Schauen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=RXCw8T8ov-A

Just talk! Communicating and presenting on the international stage

German managers and employees tend to feel insecure and nervous in business situations that require speaking English – be it due to an anxious fear of embarassing themselves or beacause of the “perfectionism” that Germans allegedly have. Most important however in international business is to come into dialogue with foreign business partners and to build a positive relationship. A perfect command of the language is secondary to mutual understanding. Therefore: Just talk!
Five fancy phrases to sound smarter in business
–       to boil the ocean: Etwas übertreiben, etwas Unmögliches möglich machen oder eine Aufgabe unnötig kompliziert machen. You get it?

–       Better safe than sorry: etwas gleich richtig machen statt sich später entschuldigen zu müssen. Oder: Vorsicht ist besser als Nachsicht. That’s it.

–       Once bitten, twice shy: So in etwa: Aus Schaden wird man klug.

–       No branding, no standing!: Lieblingssatz in Marketingabteilungen, schlecht ins Deutsche übersetzt: Kein Brand, kein Stand, naja…

–       The show must go on! Selbstläufer für jede Gelegenheit, Phrase für Motivationstrainer, gibt’s auch auf Kölsch: Et muss wigger jon.

 

Kletterseil statt Fallstrick – Gerne in die Ferne mit sicherem Englisch

Englisch ist für Touristen die häufigste Ausweichsprache. Die Grammatik ist relativ einfach, der Wortschatz nahezu unendlich (Shakespeare hatte einen aktiven Wortschatz von 60.000 Worten) und fast jeder hat es in der Schule gelernt, manche im Job perfektioniert. Die besten Voraussetzungen für nahezu weltweites Verständnis.

Doch Vorsicht: Zahlreiche Fallen warten auf jene, die nicht geübt sind im Umgang mit der internationalen Touristensprache. Ein Beispiel: „Short and pregnant“ kündigen Sie voll Schöpferstolz Ihre Präsentation an. Statt bewunderndem Gemurmel ernten Sie verwundertes Gelächter. Ihr Lob dafür, wie „engaged“ Ihre Miturlauber sich bräunen, handelt Ihnen scheele Blicke ein und auf die Aufforderung hin, doch nicht so „sensible“ zu reagieren,  suchen die Badenden das Weite. Allein und verwirrt sitzen Sie auf Ihrem Handtuch. Hier erfahren Sie, was schief gelaufen ist und wie Sie diese Situation vermeiden

German word / correct English translationOften mixed up with:
English word / German translation

 

bekommen – to get
aktuell – topical
konsequent – consistent
engagiert – committed
eventuell – possible, potential
ordinär – vulgar
sensibel – sensitive
Stadium – stage
sympathisch – likeable
sparsam  – economical
geschichtlich (sich auf Geschichte bez.)  – historical –
nicht müssen – need not oder does not have to
Kritik – criticism
Handy – mobile phone/ mobile
Personal – staff/ personnelprägnant – concise
seriös – respectable
realisieren – to implement
sich wundern – to be surprised
Ich will – I want (I would like)
to become – werden
actual – wirklich, eigentlich
consequent – folglich, resultierend
engaged – besetzt, auch: verlobt
eventual – schließlich, endlich
ordinary – gewöhnlich, üblich
sensible – vernünftig
stadium – Stadion
sympathetic – mitfühlend, teilnehmend
economic – wirtschaftlich (z.B. Daten)
historic – epochemachend, äußerst wichtig
must not – nicht dürfencritic – Kritiker
handy – praktisch, nützlich
personal – persönlich
pregnant- schwanger
serious – ernst
to realise – einsehen, begreifen
to wonder – sich fragen
I will – ich werde

 

Und was ist denn nun schief gegangen bei der kommunikativen Karambolage zu unseres Beispiels? Wir lösen auf
German word / correct English translationOften mixed up with:
English word / German translation

 

prägnant – concise

engagiert – committed

sensibel – sensitive

pregnant- schwanger

engaged – besetzt, auch: verlobt

sensible – vernünftig

 

 

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Stichwortzettel-Tipp: Mit Verben zu mehr Klarheit kommen

Unser Credo: Eine Rede ist keine Schreibe.  Darum bitte, bitte, lesen Sie Ihr Redemanuskript nicht ab! Oder nehmen Ihre überfrachteten Text- Folien mit Bullet-Endlossätzen als Lese Grundlage bei Ihre Präsentation! Auch wenn Ihre Präsentation eine gute Struktur hat, wird es Ihnen schwerfallen, sich von der Folien-Schlacht zu lösen und frei zu sprechen.
Die Zauberformel heißt: mit Stichwortzetteln arbeiten. Dies ist Ihr Gedanken-Geber, die Tonspur füllen Sie.  Damit Sie gut mir diesen Stichworten arbeiten können, genügen ein paar kleine Tricks im Präsentations-Aufbau, damit Sie locker vom Stichwort zum vollständigen Satz kommen.

Manchen unserer Teilnehmern hilft es, zunächst das komplette Manuskript aufzuschreiben. Was genau sage ich zu jeder Folie? Und zwar schön ausführlich: Subjekt – Prädikat – Objekt. Satz für Satz. Ja, das ist mühsam, frißt Zeit und fühlt sich mehr als lästig an. Doch die Zeit, die Sie jetzt in der Vorbereitung investieren, werden Sie wiederbekommen durch die Zeit, in der Sie sich sicher fühlen, wenn Sie an Ihre Präsentation denken. Und jetzt kommt der nächste Schritt. Aus dem  vollständigen Redemanuskript extrahieren Sie nur die wichtigsten Stichworte. Unterstreichen Sie diese und schreiben Sie sie – wie damals in der Schule- an den Rand. Jetzt können die Stichworte wunderbar übertragen werden auf Karten, Handzettel oder was Sie sich immer als Medium einplanen.

Im nächsten Schritt gilt es, dem Stichwort wieder Leben einzuhauchen. Wie es geht: Stellen sich vor, Ihr Stichwort heißt – ganz grob gesprochen – „Budget“. Ein großes Wort. Mit vielen Möglichkeiten. In der heißen Anspannung Ihrer Präsentation wird es Ihnen wahrscheinlich schwer fallen, präzise zu erläutern, was genau sich in diesem Kontext hinter diesem Stichwort verbirgt. Darum: Machen Sie es kleiner, praktischer und konkret.

Unser Stichwortzettel-Tipp: Mit einem Verb, das Sie dahinterhängen. Was genau soll mit diesem „Budget“ passieren? Soll es kalkuliert werden? Freigegeben? Angepasst? Hinterfragt? Geplant? Berechnet? Oder diskutiert?  Sobald Sie Ihr Verb haben, wird Ihnen der Umgang mit dem Stichwortzettel in Ihrer Präsentation leicht fallen. Versprochen.

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Techniken und Methoden für mehr Schlagfertigkeit

Souverän kommunizieren im Sinne der Schlagfertigkeit, können wir trainieren. Es gibt viele Techniken und Methoden, die alle eine gemeinsame Basis haben: Sie müssen in der jeweiligen Situation rasch zur Verfügung stehen, schnell abrufbar sein.

Hier stellen wir Ihnen eine Auswahl von Methoden und Möglichkeiten vor. Ganz bewusst beschränken wir uns auf dieses Kompendium. Wenn Sie diese ausprobieren, verinnerlichen, umsetzen und variieren, können Sie die nächsten Möglichkeiten für sich testen.

Wir unterscheiden unsere Techniken in den Grad der Vorbereitung. Ja, richtig: Schlagfertigkeit kann vorbereitet werden.

BASIS-KIT Methoden
Unser BASIS-KIT besteht aus vorgefertigten, vorbereiteten Antworten. Diese sind in der Regel so generell gehalten, dass sie in mehrere Kontexte passen. Das ist wichtig, damit sie schnell abrufbar sind. Ihre Schlagfertigkeit besteht beim BASIS-KIT nun darin, andere nicht merken zu lassen, dass Sie vorbereitet sind.

1. “Wissen Sie, was ich gerade verstanden habe…?”
Insbesondere bei Kränkungen oder Scherzen zu ihren Lasten: Tun Sie so, als hätten Sie (akustisch) nicht verstanden, was der andere gesagt hat. Durch ein einfaches “Ich habe nicht verstanden, was Sie mir damit sagen möchten….” bitten Sie um Wiederholung der Kränkung. Damit signalisieren Sie: “Ich habe die Kränkung wahrgenommen, ich und die anderen auch…!” In den wenigsten Fällen wird Ihr Gegenüber kalt lächelnd den Kommentar wiederholen.

2. Standard-Kommentare One-Size
Wie ein Kleidungsstück “One size fits all” sind diese Standards einzusetzen. Es sind Formulierungen, die sie jederzeit anbringen können. Elegant, so wirklich passend und filigran gearbeitet sind diese Formate (die Kleider wie die Formulierungen) zwar nicht gerade, aber sie sind jedenfalls schlagfertig. Legen Sie sich einige Standards zurecht, damit diese Methode ihre Wirkung behält, prüfen Sie bitte: passen Sie im Wording/Im Setting zu mir?
Bsp: “Zu schön, um wahr zu sein…”
“Alles super, oder was…?”
“Ich nehme mir an Ihnen ein Vorbild…”
“Stimmt. Quadratisch, praktisch, gut…”
Wichtig: Seien Sie stets auf der “Jagd” nach guten, wirkungsvollen Sprüchen. Und wechseln Sie Ihr Repertoire häufiger. Sonst laufen Sie Gefahr, zum “Sprücheklopfer” zu werden, der nur nervt und dem keiner wirklich gerne zuhört.
Eine andere Variante dieser Methode heißt “Ätsch – Ich spiele nicht mit!”
Diese Methode führt leicht ins kommunikative aus und ist immer dann gut einzusetzen, wenn Sie Kritik abwenden wollen, die einfach nur ätzend, verletzend und boshaft gemeint ist.
“Das freut mich zu hören…”
“Sie sind ja ein richtig guter Beobachter…”
“Und gerade deshalb …”
“Wenn wenigstens Du Bescheid weißt…”

Bitte prüfen Sie immer: Erlebe ich gerade einen wirklichen Angriff? Oder interpretiere ich eine bösartige Kritik, was ein ernstzunehmendes Feedback war? Welche Wahrheit gebe ich gerade dieser Situation? Diese Methode ist ein kommunikatives STOP-Schild, daher bitte mit Vorsicht einsetzen.

3. Zitate
Nehmen wir uns Redner aus Wirtschaft und Wissenschaft zum Vorbild: Hier werden gerne Zitate eingeflochten, die ihren Charme daraus beziehen, aus einem ganz anderen Umfeld zu stammen. Es werden Welten miteinander verknüpft, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. So wird häufig zitiert aus “Der kleine Prinz” oder “Der Zauberer von Oz” oder aus Werken von Hermann Hesse. Gerade im Wirtschaftskontext wird gerne aus der Welt der Phantasie zitiert. Vorsicht bitte vor sog. „Bildungsbürgerzitaten“. „Schon Cicero sagte … .“ „Um Catull zu zitieren: … .“ Diese wirken oft angestaubt und können überheblich rüberkommen.
Legen Sie sich auch hier eine Reihe von Zitaten zurecht. Sammlungen hierfür gibt es genügend. Denken Sie dabei auch an Zitate von Schauspielern oder Fußballern.

FLEXI-KIT Methoden
Diese Methoden sind leicht gängige Formeln, die Sie schnell abrufen können – und dann im nächsten Schritt mit Leben füllen sollen. Die schnelles Denken und freies Assoziieren voraussetzen. Die mit Wortbrücken, Fragetechniken und blitzschnellen Umformulierungen funktionieren. Die lernbar sind. Und Spaß machen. Weil Sie im Besten Fall den Ball spielerisch zurückgeben und der weiteren Kommunikation Boden bieten.

1. Besser …(dieses)… als ….(jenes)
Dieser Methode liegt eine rasch greifbare Formel zugrunde: Den Vorwurf aufgreifen und anmerken, dass dies besser ist als irgendetwas anderes. Ein Beispiel, wie diese Methode funktioniert: Franz Josef Strauß wurde einmal gefragt ob er denn ein Kalter Krieger sein. Seine Antwort: „Besser ein Kalter Krieger als ein Warmer Bruder“.

Zum Üben: Sie greifen den Kommentar auf, dieses haben Sie lieber als etwas anderes (“Besser eine verschnittene Frisur als eine unmodische Krawatte!”). Punktet. Ist schnell da.
Variante 2 PLUS: Kommentar aufgreifen und ins Verhältnis setzen zu dem, was Sie nun Ihrem Angreifer unterstellen. “Besser eine verschnittene Frisur als einen verschnittenen Charakter”) Dauert manchmal etwas länger, daher mit Variante I üben.

2. Gegenfrage
Die Königsdisziplin der Kommunikation. Wer fragt, führt. Und in heiklen Situationen führen Sie, indem Sie den Ball zurückwerfen und gezielt nachfragen. Weichen Sie ständige Generalisierungen, Tilgungen und Verzerrungen Ihres Gegenübers auf. Oft passiert bei Vorwürfen nichts anderes. Dinge werden verallgemeinert, Bedeutungen weggelassen oder anders dargestellt. Ihr Instrumentarium: die Klassischen W-Fragen. Bohren Sie nach: Wer genau? Was genau? Womit genau? Wie genau? Nun ist der andere in der Erklärungsnot. Tja, stimmt, wie genau habe ich das nun gemeint?
Bitte verzichten Sie in diesem Zusammenhang auf die Frage nach dem “Warum”. Sie ist auch in diesem Fall nicht zielführend, weil sie höchstens eine Antwort auf der Problem- und Vorwurfsebene erhalten werden.

3. Paraphrasieren – in einen anderen Rahmen setzen
Knacken Sie den Vorwurf, den verbalen Angriff, indem Sie mit eigenen Worten wiederholen. Natürlich nicht Wort für Wort. Hier haben Sie die Chance, um das Ganze einen ganz anderen Rahmen zu setzen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. In einen positiven Rahmen setzen („Sie meinen also… dass… “, „Wenn Sie damit … meinen, stimme ich Ihnen absolut zu …“) Formulieren Sie den Angriff so, dass die angegriffene Eigenschaft für einen anderen Kontext etwas Positives ist. Geben Sie dem Angriff ein neues Etikett. Was negativ scheint, ist in Wahrheit etwas Positives! Puff. Luft rausgenommen.
2. Oder Sie formulieren den Angriff so, dass er als wirklicher Angriff wahrgenommen wird. Von Ihnen und von Ihrem Gegenüber. Nun haben Sie den Ball zurückgespielt und der andere ist an der Reihe. Sie haben Luft, zu planen und zu entscheiden, wie Sie weiter vorgehen möchten. Vermutlich wird es eine Konfrontation geben – und Sie nehmen die Zügel in die Hand, damit umzugehen.

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Meetings – So gelingen Sie einfach besser

Regeln und Techniken für zielführende effizientere Meetings.

Die wichtigsten Kommunikationsformen im Geschäftsleben sind Meetings (die man entweder selbst leitet oder als Teilnehmer besucht). Allein in Europa werden täglich Millionen von Besprechungen abgehalten. Da partizipatives Management sowie Entscheidungsfindung durch Teamarbeit mehr und mehr Vorrang haben, ist die Effektivität von Meetings heute wichtiger denn je. Und je höher eine Position in dem Unternehmen ist, desto mehr Meetings werden notwendig – folglich werden die Fähigkeiten als Meetingleiter (und auch als Meetingteilnehmer) sich gerade in gehobenen Positionen entscheidend auf den beruflichen Erfolg auswirken.
Wir empfehlen verschiedene Strategien zur Steigerung der Produktivität und Teamarbeit in Geschäftsmeetings.

„Wer die Ziele kennt, wird die Wege finden.“

Meetings sind wichtige Aspekt des Geschäftslebens. Aber viele Manager sind der Ansicht, dass sie viel zu oft an Sitzungen teilnehmen. Fest steht es, dass Angestellte im Marketingbereich durchschnittlich 21 Stunden pro Woche bei Besprechungen verbringen, Führungskräfte sogar 69% ihrer Arbeitszeit. Brauchen wir wirklich so viele Meetings, um die anstehenden Dinge zu erledigen? Als Entscheidungshilfe bei der Frage, ob ein bestimmtes Meeting wirklich nötig ist, sollte jeder versuchen, die Ziele wichtig zu nehmen, nicht die Sitzungen.

Bevor Sie das nächste Mal eine Besprechung einberufen, überlegen Sie bitte, was Sie erreichen möchten und welche anderen Kommunikationsformen Sie zur Erreichung dieser Ziele einsetzen könnten. (Denken Sie daran, dass ein Meeting im Grunde nur eine Form der Kommunikation ist.)

Zu einem bestimmten Vorschlag wollen Sie zum Beispiel ein Feedback hören? Dann probieren Sie es doch einmal mit einem kleinen Fragebogen oder ein paar Telefonanrufen.
Sie möchten neue Informationen weiterleiten? Überlegen Sie, ob dies durch Mundpropaganda, eine kurze Notiz oder einen Aushang an günstiger Stelle möglich wäre.
Sie möchten Ideen sammeln? Hängen Sie einen großen Bogen Papier an die Wand und bitten Sie Ihre Kollegen, sich als kreative Künstler zu versuchen.
Sie möchten Problemen zur Sprache bringen? Versuchen Sie es doch einmal mit ein paar zehnminütigen Einzelgesprächen anstelle von stundenlangen Gruppenmeetings.

Das heißt nun aber nicht, dass Sie alle Meetings absagen sollen. Gute Meetings erzeugen Synergie, sie sind unerlässlich für einen guten Geschäftserfolg. Wenn Sie jedoch den Verdacht hegen, dass Sie zu viele Meetings abhalten, dann experimentieren Sie einmal mit anderen Kommunikationsformen. Wenn Sie einige Ihrer Ziele auch ohne die Einberufung eines Meetings erreichen können, dann werden jene Meetings, die Sie einberufen, effizient und positiv sein und außergewöhnliche Ereignisse darstellen.

Erfolg haben heißt – Erfolg vorbereiten.

Fehlende Vorankündigung führt zu minderwertigen Meetings – oft wird es versäumt, die Ziele und Inhalte eines Meetings im vorne hinein bekannt zu machen. Wenn die Teilnehmer das Ziel nicht kennen, können sie sich nicht rechtzeitig informieren – dadurch fehlt es dem Team unter Umständen an wichtigen Informationen und Beiträgen. Wenn die Teilnehmer sich mit den Themen, die behandelt werden sollen, nicht im vorne hinein auseinandersetzen, können sie so manche gute Idee nicht entwickeln. Wenn sie die Tagesordnungspunkte nicht kennen, so können sie sich nicht gegenseitig dabei helfen, beim Thema zu bleiben. Man kommt leicht vom Wesentlichen ab.

Falls es für Sie als Meetingleiter nicht ganz konkrete, triftige Gegengründe gibt, sollten Sie bei jeder Besprechung Ihren Teilnehmern schon vorab folgende Informationen zukommen lassen:

  • Das Ziel der Sitzung
  • Die Tagesordnung
  • Die Ergebnisse, die Sie sich von diesem Meeting erwarten
  • Welche Art von Informationen von den Teilnehmern erwartet wird.
  • Wie die Teilnehmer sich vorbereiten können.
  • Wann das Meeting beginnt und wann es endet.

Selbst wenn ein Meeting spontan einberufen wird, sollten Sie die Teilnehmer beim Einladen in kurzen Worten über Ziele und Themen des Meetings informieren. Wenn Sie Teilnehmer sind – fragen Sie nach der Tagesordnung! Jeder, der an einer Sitzung teilnimmt, sollte sich auch verantwortlich für den Erfolg fühlen. Denken Sie daran, dass es schließlich auch Ihre Zeit und Ihr Meeting ist. Tragen Sie zum Erfolg Ihrer Sitzung bei. Holen Sie sich Informationen, und bereiten Sie sich entsprechend vor.

Weitere Tipps für bessere Meetings

Denken Sie an das Sprichwort: „Der kluge Mann baut vor…!” Der Sitzungsraum prägt das Gesprächsklima. Stellen Sie sich einen Besuch beim Zahnarzt vor. (Klassische Musik umhüllt Sie. Die Fische im Aquarium gleiten leise vorbei). Ein Besuch bei einem Zahnarzt kann beinahe ein wunderschönes Erlebnis sein, weil Zahnärzte sich meist bestens darauf verstehen, eine perfekte Atmosphäre zu schaffen. Ihre Meetings sind vermutlich angenehmer wie das Ziehen eines Zahnes – dennoch können  Sie durch die Raumatmosphäre Wesentliches erleichtern, indem Sie folgendes bedenken:

  • Räumlichkeiten und Einrichtung durch ein paar Grünpflanzen und hübsche Bilder vermitteln Behaglichkeit und steigern die Kreativität der Teilnehmer.
  • Beleuchtung: um das kreative Denken anzuregen, sollten Sie die Vorhänge aufziehen, einen guten Ausblick ermöglichen und die Sonne hinein lassen. Sanftes, indirektes Licht fördert ein gesetztes und ruhiges Gesprächsklima.
  • Raumtemperatur: Im allgemeinen sollte die Temperatur im Meetingraum eher niedrig sein (18-22 Grad Celsius). Temperaturen gegen 18 Grad wirken anregend, gegen 22 Grad eher beruhigend. Es sollte jedoch nie wärmer als 24 Grad sein, sonst besteht das Risiko, dass die Teilnehmer einschlafen…
  • Erfrischungen: Um den informellen Charakter einer Sitzung zu unterstreichen und die Teilnehmer gesprächiger zu stimmen, sollten Sie für einen kleinen Imbiss sowie für Getränke sorgen.
  • Praktische Details: mit einer Checkliste können Sie sichergehen, dass Sie nichts vergessen, was für Ihre Sitzung von Bedeutung ist. (Flipcharts, Moderationsstifte, Schreibblocks, Kugelschreiber …)
  • Pünktlichkeit: Durch exakte Beginn- und Endzeiten müssen die Teilnehmer kein „Ratespiel“ über voraussichtliche Anfangs- und Endzeiten anstellen. Wenn Sie selbst ein Vorbild an Pünktlichkeit und Präzision sind, werden die Teilnehmer von nun an pünktlich zu Ihren Meetings erscheinen und gut vorbereitet sein.

Ein Meeting leiten

Sie finden im folgenden einige wichtige Verhaltensweisen, die Ihnen dabei helfen werden, eine Führungsrolle bei Ihren Firmenmeetings zu erreichen und zu behaupten.
Wie sich Führungspersönlichkeiten in Diskussionen verhalten:

  • Von Anfang an Fragen stellen.
  • Bereits zu Beginn einer Diskussion versuchen Sie, andere zu Stellungnahmen zu bewegen, um möglichst viele Meinungen zu hören und bewerten zu können.
  • Häufig, aber kurze Diskussionsbeiträge leisten.
  • Sie ergreifen immer das Wort, sprechen jedoch nie lange.
  • Fundierte, objektive Stellungnahmen abgeben.
  • Sie besitzen die Fähigkeit, rasch und vorurteilsfrei die besten Aspekte der Meinung anderer Teilnehmer herauszufinden.
  • Dynamische, nonverbale Kommunikation betreiben.

Führungspersönlichkeiten sind meist Menschen, die ständig mit anderen im Augenkontakt stehen, eine laute und angenehme Stimme besitzen (die Satzmelodie gut intonieren), dynamische Körpersprache und Bewegungen sowie eine ausdrucksstarke Gesichtsmimik haben.

Ist ein Medieneinsatz wichtig und sinnvoll bei Meetings?

JA!

Wenn Sie Ihre Beiträge mittels visueller Hilfsmittel unterstreichen, um Ihren Gedanken Nachdruck zu verleihen, werden Ihre Zuhörer immer genau wissen, was Ihnen tatsächlich am Herzen liegt – auch wenn es um unkomplizierte Inhalte geht, wenn die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht die beste ist oder wenn jemand zu spät zum Meeting kommt.
Visuelle Hilfsmittel können wesentlich dazu beitragen, Ihre Glaubwürdigkeit als Vortragender zu steigern und was noch wichtiger ist: visuelle Hilfsmittel erleichtern es den Zuhörern, Ihrem Beitrag zu folgen, da Informationen sowohl in akustischer als auch in optischer Form angeboten werden können. Ihre Worte müssen mit den Angaben auf den visuellen Hilfsmitteln übereinstimmen und dürfen nie in Konkurrenz zueinander stehen. Wenn Sie nicht genau dasselbe sagen, wie Sie es optisch darstellen, dann treten Sie in Konkurrenz zu Ihren eigenen Darstellungen – irritieren oder verlieren die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer. Gehen Sie sicher, dass Ihre Worte und Ihre optischen Darstellungen einander unterstützen. Verwenden Sie zum Beispiel die selben Worte wie auf der Darstellung  und legen Sie kurze Pausen ein, um den Zuhörern die Möglichkeit zu geben, die Darstellung anzusehen.

Nachbereitung von Meetings

Was gehört zu einer effektiven Nachbereitung eines Meetings dazu? Warten Sie nach einem Meeting oft tagelang auf das Protokoll, um festzustellen, dass es überlang, unvollständig oder ungenau ist? Versuchen Sie es doch mit der Technik des gemeinsamen Systemprotokolls: einfach und präzise.

Es ist ganz einfach:
Wählen Sie als Gruppe, nach welchem System die Informationen geordnet werden sollen. Schreiben Sie die jeweiligen Oberbegriffe auf verschiedene Flipchart-Seiten, und bitten Sie einen Teilnehmer als Schriftführer, die Beiträge der anderen unter dem jeweils zutreffenden Oberbegriff für alle Anwesenden gut ersichtlich – aufzulisten. Diese Methode hat mehrere Vorteile:

  • Vollständigkeit trotz Kürze
  • Es wird nur das notiert, was wirklich wichtig ist.
  • Richtigkeit
  • Da jeder sieht, was aufgeschrieben wird, können mögliche Fehler sofort beseitigt werden.
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Besseres gegenseitiges Verständnis
  • Rasche Fertigstellung des Protokolls

Die Diskussion konzentriert sich auf das Thema, endlose Wiederholungen werden vermieden, da alle bereits besprochenen Punkte für jeden jederzeit ersichtlich sind. Es fällt leichter, Meinungsverschiedenheiten
und erzielte Einigungen abzuklären sowie komplexe Themen zu behandeln, wenn dies nicht nur mit den Worten, sondern auch in visueller Form geschieht.
Trainings-Tipp
Trainieren Sie Ihe Fähigkeiten und Handwerkszeuge als überzeugender Moderator in unserem praxisorientierten, dreitägigen Moderationstraining.

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Generative Gesprächsführung oder: Wie beide Seiten von Kommunikation profitieren

Wo Monologe enden und Gespräche beginnen

Der Weg zu gelingender Kommunikation kann steinig sein. Beispielsweise wenn schlechte Nachrichten auf eine gut gelaunte Person treffen und umgekehrt. Ich empfehle stets, sich geduldig auf sein Gegenüber einzustellen und die jeweiligen Stimmungen miteinander abzugleichen. Dabei favorisiere ich die sogenannte Generative Gesprächsführung: Das Gesagte wird immer aktiv und passiv aufgenommen und ruft so eine nicht planbare Wirkung hervor, die Kommunikation erst möglich macht.

Sich im Moment die Lage des Gegenübers bewusst zu machen, ermöglicht flexible Kommunikation. Daher nehme ich mir stets die Zeit, ihn auf das Kommende vorzubereiten, um niemandem vor den Kopf zu stoßen, sondern für die Information zu öffnen. Ob es sich bei der Nachricht um eine positive oder negative Mitteilung handelt, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass der Gesprächspartner auch bereit ist, die Mitteilung aufzunehmen und zu sortieren.

Selbstverständlich sollte die Nachricht auf den Punkt gebracht werden. Gerade deshalb empfehle ich, die vielschichtige Beziehungsebene nicht außer Acht zu lassen. Wenn mein Gesprächspartner im Moment sensibel reagiert, sollte ich darauf eingehen und meine Nachricht so verpacken, dass er sie besser verdauen kann. Manchmal gibt es ein Stocken oder einen Punkt im Gesprächsprozess, wo die Kommunikation enden könnte. Doch genau da sollte man einen Schritt weiter gehen und sich fragen, wie es der Person gegenüber mit der Situation oder Nachricht geht.

Das mag für den ein oder anderen zynisch wirken, beispielsweise wenn eine negative Nachricht übermittelt wurde. Doch gerade jetzt darf man sein Gegenüber nicht mit seinen Gefühlen alleine lassen. Vielmehr wird mit der Frage ein Raum geöffnet, in dem der Angesprochene seine Gefühle, Bedenken und Ängste äußern kann, die er sonst für sich behalten würde. Während vorher nur Informationen vermittelt wurden, beginnt jetzt erst das Gespräch.

Und damit dieses wirklich gut wird, empfehle ich die sogenannte Generative Gesprächsführung. Dabei handelt es sich um eine Art des Zuhörens, in der das Gesagte nicht nur passiv aufgenommen wird. Stattdessen lässt sich der Zuhörende auf das gesprochene Wort ein, sodass es bei ihm wirkt, Assoziationen hervorruft und etwas hervorbringt. Wenn wir das beachten, verbessert das unsere Kommunikation enorm.

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Die Pause als dramaturgisches Mittel

„Und der Gewinner ist…“ Castingshow, 1 Minute vor Abpfiff. Bis wir Zuhörer endlich  erfahren, wer nun der Gewinner ist, gehen wir durch gefühlte minutenlange Pausen des Moderators. Er hebt wieder an, wiederholt seine Worte und…. Pause….
Was bei einer Castingshow als gewöhnliche Effekthascherei daherkommt, ist für Ihre Präsentation ein wichtiges Gestaltungselement. Denn das gesprochene Wort lebt von der Stimmdynamik. Monotones und langweiliges Sprechen ermüdet, Zuhörer wie Sprecher.

Nutzen wir rhetorische Pausen als ein Stilmittel, um zu strukturieren und Wirkung zu erzeugen. Wann setzen wir nun diese Pausen? Und wieviele? Was ist das richtige Maß, damit die gewünschte Wirkung entstehen kann?

Grundsätzlich unterscheiden wir bei den rhetorischen Pausen, ob Sie VOR oder NACH einem Wort gesetzt werden.

1. Spannungspausen
Sie werden VOR das Wort gesetzt, das Sie betonen möchten. Eine kurze dramatische Pause erzeugt Neugier und Spannung auf das, was nun kommen wird. Setzen Sie die Spannungspause dann ein, wenn Sie z. B. einen neuen (Fach)-Begriff einführen, oder einfach das betonen möchten, was Ihnen an Ihrer Aussage besonders wichtig ist.

2. Wirkpausen
Diese werden NACH dem Wort gehalten, das Sie betonen möchten. Durch die Wirkpause kann das Gehirn Ihrer Zuhörer prüfen: Kenne ich das Wort? In welchem Kontext habe ich das schon einmal gehört? Was bedeutet es – grundsätzlich und mir persönlich? Was verbinde ich damit? Sie sehen – hier in der Wirkpause passiert ganz viel. Unser mentales Lexikon ist dankbar für diese Pause und arbeitet auf Hochtouren.
Setzen Sie diese Art von Pause besonders dann, wenn Sie z. B. Fachbegriffe einführen.

Natürlich können Sie auch beide Pausenarten kombinieren – insbesondere dann, wenn Sie die Spannung weiter erhöhen möchten. Nutzen diese Pausen als Werkzeug für Ihre Stimmdynamik

Wie lang darf eine Pause „ausgehalten“ werden? Was ist das richtige Maß? Denken Sie daran, dass Ihnen als Redner die Pause ungleich länger vorkommt, als Ihren Zuhörern – die reale Pausenzeit nicht mit der gefühlten Pausenzeit übereinstimmt. Probieren Sie es aus. Experten vermuten, dass hier der Faktor 5 zählt. Die Pause, die Sie in der Präsentation halten, kommt Ihnen selber 5 mal länger vor als Ihrem Zuhörer. Je länger Sie die dramaturgische Pause aushalten, desto wichtiger ist es, durch Blickkontakt und körpersprachlichen Präsenz dem Publikum zu zeigen, wie wichtig es ist, was Sie gleich, nach der Pause, sagen werden.

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„Denken Sie doch was Sie wollen“ – Das tun wir sowieso…oder besser nicht?

Das Denken der Menschen besteht aus verschiedenen Phasen. Besonders in kreativen Prozessen mit Gruppen ist die Balance bei der Wahl der Denkwerkzeuge zu berücksichtigen.

Edward de Bono spricht von lateralem Denken und vertikalem Denken. Joy Paul Guilford nennt es divergentes Denken und konvergentes Denken. Die Begriffe ähneln sich sehr und werden daher synonym verwendet.

Divergierendes Denken (= laterales)  bedeutet eine breite Suche nach vielen verschiedenen und neuen Alternativen. Zum Beispiel Informationen, Ideen, Lösungsformulierungen, Handlungs-Schritte.

Konvergierendes Denken (= vertikales)  beschreibt eine kontinuierliche, fokussierte und  bejahende Auswertung der Alternativen.

Wieso ist es wichtig, den Unterschied zu berücksichtigen?
Besonders beim kreativen Denken geht es darum noch nicht verknüpfte Gedanken mit neuen anzureichern und Neues zu schaffen. Dafür braucht es eine Reise in das Land des Unbekannten, des Ungewöhnlichen, sprich des divergierenden Denkens.
Wurde dort eine Vielzahl an neuen Ideen gesammelt, werden diese beim konvergierenden Denken systematisch durch Kriterien oder andere Aspekte in den Bereich des Bekannten angewendet.

Kontinuierlich kreatives Denken ist eine Balance zwischen diesen beiden Phasen. Durch das Nutzen beider Denkarten wird sichergestellt:

– effektiv zu denken: der Denkrahmen wird geöffnet, bevor das Thema vorschnell eingeschränkt wird.
– Ein Thema wird wirklich mehr perspektivisch betrachtet.
– Relevante Faktoren werden in der Breite und in die systematische Umsetzung einbezogen.
– Durch weitere Alternativen wird die Wahrscheinlichkeit für neue und funktionierende Lösungen erhöht.

Die Aufgabe des Facilitators und Moderator ist es, in den Gruppenphasen die Bereiche des Bekannten und der Entdeckung geschickt zu verweben.

Regeln für divergierendes Denken:

1) Vor-Urteile zurückstellen: in dem Moment ist es wichtig, dass Kritik nicht geäußert wird sondern für später, bei der Evaluierung der Ideen zurückgestellt wird.
2) Je mehr desto besser: die Vielzahl der Optionen ist genau das Ziel in dieser Denkphase. Manchmal braucht es genau dieses freie Mitteilen der sprudelnden Ideen. Je mehr Masse gedacht wird desto mehr Optionen sind für eine Lösung da.
3) Mut zum Ver-rückten: sich auf den Baum setzen und von dort weitere Ideen sammeln, als Eichhörnchen das Thema betrachten oder als noch nicht geborenes Lebewesen seine Bedürfnisse für das Thema aufschreiben. Dies könnten Varianten sein, die in  einer lockeren Atmosphäre kreative Reaktionen sprudeln lassen.
4) Beziehung herstellen: die gesammelten Ideen sollten weiterentwickelt und gepflegt werden, zum Beispiel mit der Frage“ wie können wir auf diese Idee aufbauen? Oder „ was können wir an dieser Idee noch weiter anpassen?“

Regeln für konvergierendes Denken:

1) Potenziale finden: viele Menschen neigen dazu, Ideen sofort abzugleichen. Dies kann dazu führen, dass wertvolle Ideen schnell verworfen werden. Diese positive Grundhaltung führt dazu, dass bei der Betrachtung die Potenziale der Idee fokussiert werden. Ideen sind oft wie noch nicht ausgereiftes, wertvolle Saatgut. Sie brauchen Schutz und Entfaltungspielraum.
2) Zeit für Bewertung: geduldig sein beim Betrachten der Optionen und Auswahl der Kriterien. Eine gesunde Balance zwischen schnell und langsam. Manchmal ist es auch gut, Dinge am nächsten Tag erneut zu betrachten.
3) Das Ziel im Blick: Welche Ideen dienen dem Ziel? Manche kreativen und unkonventionellen Gedanken sind nicht für das jetzige Ziel geeignet? Diese dürfen dann auf den Parkplatz.
4) Neues willkommen: zulassen von noch fremden, unkonventionellen Ideen. Nicht zu schnell aussortieren, sondern den noch fremden Gedanken Weg zulassen.
5) Kleine Schritte würdigen: eine Idee ist oft noch nicht ausgereift, doch der 1. Schritt für eine Lösung. Nun braucht es Geduld und Engagement, so dass diese Saat sich weiter entwickeln kann.

Die verschiedenen Arten des Denkens braucht ein Umfeld von Freiheit, An- und Entspannung, Dynamik, Vertrauen und Offenheit. Dialoge inspirieren die Menschen das vorhandene Wissen  der Anwesenden zu potenzieren. So werden überraschende Lösungen auf die zuvor scheinbar unlösbaren Fragen entwickelt.

Wenn Facilitator und Prozess-Moderator die verschiedene Art des Denken kennt und konsequent beachtet, wird die Gruppe zu innovativen Lösungen finden..