Just talk! Communicating and presenting on the international stage

German managers and employees tend to feel insecure and nervous in business situations that require speaking English – be it due to an anxious fear of embarassing themselves or beacause of the “perfectionism” that Germans allegedly have. Most important however in international business is to come into dialogue with foreign business partners and to build a positive relationship. A perfect command of the language is secondary to mutual understanding. Therefore: Just talk!
Five fancy phrases to sound smarter in business
–       to boil the ocean: Etwas übertreiben, etwas Unmögliches möglich machen oder eine Aufgabe unnötig kompliziert machen. You get it?

–       Better safe than sorry: etwas gleich richtig machen statt sich später entschuldigen zu müssen. Oder: Vorsicht ist besser als Nachsicht. That’s it.

–       Once bitten, twice shy: So in etwa: Aus Schaden wird man klug.

–       No branding, no standing!: Lieblingssatz in Marketingabteilungen, schlecht ins Deutsche übersetzt: Kein Brand, kein Stand, naja…

–       The show must go on! Selbstläufer für jede Gelegenheit, Phrase für Motivationstrainer, gibt’s auch auf Kölsch: Et muss wigger jon.

 

Every book tells a story

Diese Bücher machen den Wiedereinstieg in die englische Alltagssprache so einfach wie möglich und so unterhaltsam wie nötig. Finden Sie hier Soforthilfe für den Urlaubsanfang und mehr Futter für Runaways und Betterknowers:

Soforthilfe für den Urlaubsanfang:
A. Abraham:  Muttis Urlaubsenglisch – In 7 Tagen startklar für den Urlaub
Verlag CrateSpace Independent Publishing Platform, 2012
ISBN 978 – 1480162129

Futter für Runaways und Betterknowers:
Peter Littger: The devil lies in the detail: Lustiges und Lehrreiches über unsere Lieblingsfremdsprache
Verlag KiWI-Taschenbuch, 2015
ISBN 978 – 3462047035

 

 

 

Wie klingt unsere Muttersprache für einen Nichtdeutschen?

Fremdsprache ist das, was anders klingt. Aber wie klingt für einen Nichtdeutschen unsere Muttersprache? Welchen Sound hat Deutsch im babylonischen Sprachenmixtum? Ein originelles youtube-Video zeigt, wie für einen Englischsprechenden die deutsche Sprache klingt. Wundern Sie sich ein wenig, hören Sie rein und denken Sie daran. Für fast jeden ist eine Fremdsprache eine wirklich fremde Sprache. Schauen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=RXCw8T8ov-A

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Meetings – So gelingen Sie einfach besser

Regeln und Techniken für zielführende effizientere Meetings.

Die wichtigsten Kommunikationsformen im Geschäftsleben sind Meetings (die man entweder selbst leitet oder als Teilnehmer besucht). Allein in Europa werden täglich Millionen von Besprechungen abgehalten. Da partizipatives Management sowie Entscheidungsfindung durch Teamarbeit mehr und mehr Vorrang haben, ist die Effektivität von Meetings heute wichtiger denn je. Und je höher eine Position in dem Unternehmen ist, desto mehr Meetings werden notwendig – folglich werden die Fähigkeiten als Meetingleiter (und auch als Meetingteilnehmer) sich gerade in gehobenen Positionen entscheidend auf den beruflichen Erfolg auswirken.
Wir empfehlen verschiedene Strategien zur Steigerung der Produktivität und Teamarbeit in Geschäftsmeetings.

„Wer die Ziele kennt, wird die Wege finden.“

Meetings sind wichtige Aspekt des Geschäftslebens. Aber viele Manager sind der Ansicht, dass sie viel zu oft an Sitzungen teilnehmen. Fest steht es, dass Angestellte im Marketingbereich durchschnittlich 21 Stunden pro Woche bei Besprechungen verbringen, Führungskräfte sogar 69% ihrer Arbeitszeit. Brauchen wir wirklich so viele Meetings, um die anstehenden Dinge zu erledigen? Als Entscheidungshilfe bei der Frage, ob ein bestimmtes Meeting wirklich nötig ist, sollte jeder versuchen, die Ziele wichtig zu nehmen, nicht die Sitzungen.

Bevor Sie das nächste Mal eine Besprechung einberufen, überlegen Sie bitte, was Sie erreichen möchten und welche anderen Kommunikationsformen Sie zur Erreichung dieser Ziele einsetzen könnten. (Denken Sie daran, dass ein Meeting im Grunde nur eine Form der Kommunikation ist.)

Zu einem bestimmten Vorschlag wollen Sie zum Beispiel ein Feedback hören? Dann probieren Sie es doch einmal mit einem kleinen Fragebogen oder ein paar Telefonanrufen.
Sie möchten neue Informationen weiterleiten? Überlegen Sie, ob dies durch Mundpropaganda, eine kurze Notiz oder einen Aushang an günstiger Stelle möglich wäre.
Sie möchten Ideen sammeln? Hängen Sie einen großen Bogen Papier an die Wand und bitten Sie Ihre Kollegen, sich als kreative Künstler zu versuchen.
Sie möchten Problemen zur Sprache bringen? Versuchen Sie es doch einmal mit ein paar zehnminütigen Einzelgesprächen anstelle von stundenlangen Gruppenmeetings.

Das heißt nun aber nicht, dass Sie alle Meetings absagen sollen. Gute Meetings erzeugen Synergie, sie sind unerlässlich für einen guten Geschäftserfolg. Wenn Sie jedoch den Verdacht hegen, dass Sie zu viele Meetings abhalten, dann experimentieren Sie einmal mit anderen Kommunikationsformen. Wenn Sie einige Ihrer Ziele auch ohne die Einberufung eines Meetings erreichen können, dann werden jene Meetings, die Sie einberufen, effizient und positiv sein und außergewöhnliche Ereignisse darstellen.

Erfolg haben heißt – Erfolg vorbereiten.

Fehlende Vorankündigung führt zu minderwertigen Meetings – oft wird es versäumt, die Ziele und Inhalte eines Meetings im vorne hinein bekannt zu machen. Wenn die Teilnehmer das Ziel nicht kennen, können sie sich nicht rechtzeitig informieren – dadurch fehlt es dem Team unter Umständen an wichtigen Informationen und Beiträgen. Wenn die Teilnehmer sich mit den Themen, die behandelt werden sollen, nicht im vorne hinein auseinandersetzen, können sie so manche gute Idee nicht entwickeln. Wenn sie die Tagesordnungspunkte nicht kennen, so können sie sich nicht gegenseitig dabei helfen, beim Thema zu bleiben. Man kommt leicht vom Wesentlichen ab.

Falls es für Sie als Meetingleiter nicht ganz konkrete, triftige Gegengründe gibt, sollten Sie bei jeder Besprechung Ihren Teilnehmern schon vorab folgende Informationen zukommen lassen:

  • Das Ziel der Sitzung
  • Die Tagesordnung
  • Die Ergebnisse, die Sie sich von diesem Meeting erwarten
  • Welche Art von Informationen von den Teilnehmern erwartet wird.
  • Wie die Teilnehmer sich vorbereiten können.
  • Wann das Meeting beginnt und wann es endet.

Selbst wenn ein Meeting spontan einberufen wird, sollten Sie die Teilnehmer beim Einladen in kurzen Worten über Ziele und Themen des Meetings informieren. Wenn Sie Teilnehmer sind – fragen Sie nach der Tagesordnung! Jeder, der an einer Sitzung teilnimmt, sollte sich auch verantwortlich für den Erfolg fühlen. Denken Sie daran, dass es schließlich auch Ihre Zeit und Ihr Meeting ist. Tragen Sie zum Erfolg Ihrer Sitzung bei. Holen Sie sich Informationen, und bereiten Sie sich entsprechend vor.

Weitere Tipps für bessere Meetings

Denken Sie an das Sprichwort: „Der kluge Mann baut vor…!” Der Sitzungsraum prägt das Gesprächsklima. Stellen Sie sich einen Besuch beim Zahnarzt vor. (Klassische Musik umhüllt Sie. Die Fische im Aquarium gleiten leise vorbei). Ein Besuch bei einem Zahnarzt kann beinahe ein wunderschönes Erlebnis sein, weil Zahnärzte sich meist bestens darauf verstehen, eine perfekte Atmosphäre zu schaffen. Ihre Meetings sind vermutlich angenehmer wie das Ziehen eines Zahnes – dennoch können  Sie durch die Raumatmosphäre Wesentliches erleichtern, indem Sie folgendes bedenken:

  • Räumlichkeiten und Einrichtung durch ein paar Grünpflanzen und hübsche Bilder vermitteln Behaglichkeit und steigern die Kreativität der Teilnehmer.
  • Beleuchtung: um das kreative Denken anzuregen, sollten Sie die Vorhänge aufziehen, einen guten Ausblick ermöglichen und die Sonne hinein lassen. Sanftes, indirektes Licht fördert ein gesetztes und ruhiges Gesprächsklima.
  • Raumtemperatur: Im allgemeinen sollte die Temperatur im Meetingraum eher niedrig sein (18-22 Grad Celsius). Temperaturen gegen 18 Grad wirken anregend, gegen 22 Grad eher beruhigend. Es sollte jedoch nie wärmer als 24 Grad sein, sonst besteht das Risiko, dass die Teilnehmer einschlafen…
  • Erfrischungen: Um den informellen Charakter einer Sitzung zu unterstreichen und die Teilnehmer gesprächiger zu stimmen, sollten Sie für einen kleinen Imbiss sowie für Getränke sorgen.
  • Praktische Details: mit einer Checkliste können Sie sichergehen, dass Sie nichts vergessen, was für Ihre Sitzung von Bedeutung ist. (Flipcharts, Moderationsstifte, Schreibblocks, Kugelschreiber …)
  • Pünktlichkeit: Durch exakte Beginn- und Endzeiten müssen die Teilnehmer kein „Ratespiel“ über voraussichtliche Anfangs- und Endzeiten anstellen. Wenn Sie selbst ein Vorbild an Pünktlichkeit und Präzision sind, werden die Teilnehmer von nun an pünktlich zu Ihren Meetings erscheinen und gut vorbereitet sein.

Ein Meeting leiten

Sie finden im folgenden einige wichtige Verhaltensweisen, die Ihnen dabei helfen werden, eine Führungsrolle bei Ihren Firmenmeetings zu erreichen und zu behaupten.
Wie sich Führungspersönlichkeiten in Diskussionen verhalten:

  • Von Anfang an Fragen stellen.
  • Bereits zu Beginn einer Diskussion versuchen Sie, andere zu Stellungnahmen zu bewegen, um möglichst viele Meinungen zu hören und bewerten zu können.
  • Häufig, aber kurze Diskussionsbeiträge leisten.
  • Sie ergreifen immer das Wort, sprechen jedoch nie lange.
  • Fundierte, objektive Stellungnahmen abgeben.
  • Sie besitzen die Fähigkeit, rasch und vorurteilsfrei die besten Aspekte der Meinung anderer Teilnehmer herauszufinden.
  • Dynamische, nonverbale Kommunikation betreiben.

Führungspersönlichkeiten sind meist Menschen, die ständig mit anderen im Augenkontakt stehen, eine laute und angenehme Stimme besitzen (die Satzmelodie gut intonieren), dynamische Körpersprache und Bewegungen sowie eine ausdrucksstarke Gesichtsmimik haben.

Ist ein Medieneinsatz wichtig und sinnvoll bei Meetings?

JA!

Wenn Sie Ihre Beiträge mittels visueller Hilfsmittel unterstreichen, um Ihren Gedanken Nachdruck zu verleihen, werden Ihre Zuhörer immer genau wissen, was Ihnen tatsächlich am Herzen liegt – auch wenn es um unkomplizierte Inhalte geht, wenn die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht die beste ist oder wenn jemand zu spät zum Meeting kommt.
Visuelle Hilfsmittel können wesentlich dazu beitragen, Ihre Glaubwürdigkeit als Vortragender zu steigern und was noch wichtiger ist: visuelle Hilfsmittel erleichtern es den Zuhörern, Ihrem Beitrag zu folgen, da Informationen sowohl in akustischer als auch in optischer Form angeboten werden können. Ihre Worte müssen mit den Angaben auf den visuellen Hilfsmitteln übereinstimmen und dürfen nie in Konkurrenz zueinander stehen. Wenn Sie nicht genau dasselbe sagen, wie Sie es optisch darstellen, dann treten Sie in Konkurrenz zu Ihren eigenen Darstellungen – irritieren oder verlieren die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer. Gehen Sie sicher, dass Ihre Worte und Ihre optischen Darstellungen einander unterstützen. Verwenden Sie zum Beispiel die selben Worte wie auf der Darstellung  und legen Sie kurze Pausen ein, um den Zuhörern die Möglichkeit zu geben, die Darstellung anzusehen.

Nachbereitung von Meetings

Was gehört zu einer effektiven Nachbereitung eines Meetings dazu? Warten Sie nach einem Meeting oft tagelang auf das Protokoll, um festzustellen, dass es überlang, unvollständig oder ungenau ist? Versuchen Sie es doch mit der Technik des gemeinsamen Systemprotokolls: einfach und präzise.

Es ist ganz einfach:
Wählen Sie als Gruppe, nach welchem System die Informationen geordnet werden sollen. Schreiben Sie die jeweiligen Oberbegriffe auf verschiedene Flipchart-Seiten, und bitten Sie einen Teilnehmer als Schriftführer, die Beiträge der anderen unter dem jeweils zutreffenden Oberbegriff für alle Anwesenden gut ersichtlich – aufzulisten. Diese Methode hat mehrere Vorteile:

  • Vollständigkeit trotz Kürze
  • Es wird nur das notiert, was wirklich wichtig ist.
  • Richtigkeit
  • Da jeder sieht, was aufgeschrieben wird, können mögliche Fehler sofort beseitigt werden.
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Besseres gegenseitiges Verständnis
  • Rasche Fertigstellung des Protokolls

Die Diskussion konzentriert sich auf das Thema, endlose Wiederholungen werden vermieden, da alle bereits besprochenen Punkte für jeden jederzeit ersichtlich sind. Es fällt leichter, Meinungsverschiedenheiten
und erzielte Einigungen abzuklären sowie komplexe Themen zu behandeln, wenn dies nicht nur mit den Worten, sondern auch in visueller Form geschieht.
Trainings-Tipp
Trainieren Sie Ihe Fähigkeiten und Handwerkszeuge als überzeugender Moderator in unserem praxisorientierten, dreitägigen Moderationstraining.

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Die Pause als dramaturgisches Mittel

„Und der Gewinner ist…“ Castingshow, 1 Minute vor Abpfiff. Bis wir Zuhörer endlich  erfahren, wer nun der Gewinner ist, gehen wir durch gefühlte minutenlange Pausen des Moderators. Er hebt wieder an, wiederholt seine Worte und…. Pause….
Was bei einer Castingshow als gewöhnliche Effekthascherei daherkommt, ist für Ihre Präsentation ein wichtiges Gestaltungselement. Denn das gesprochene Wort lebt von der Stimmdynamik. Monotones und langweiliges Sprechen ermüdet, Zuhörer wie Sprecher.

Nutzen wir rhetorische Pausen als ein Stilmittel, um zu strukturieren und Wirkung zu erzeugen. Wann setzen wir nun diese Pausen? Und wieviele? Was ist das richtige Maß, damit die gewünschte Wirkung entstehen kann?

Grundsätzlich unterscheiden wir bei den rhetorischen Pausen, ob Sie VOR oder NACH einem Wort gesetzt werden.

1. Spannungspausen
Sie werden VOR das Wort gesetzt, das Sie betonen möchten. Eine kurze dramatische Pause erzeugt Neugier und Spannung auf das, was nun kommen wird. Setzen Sie die Spannungspause dann ein, wenn Sie z. B. einen neuen (Fach)-Begriff einführen, oder einfach das betonen möchten, was Ihnen an Ihrer Aussage besonders wichtig ist.

2. Wirkpausen
Diese werden NACH dem Wort gehalten, das Sie betonen möchten. Durch die Wirkpause kann das Gehirn Ihrer Zuhörer prüfen: Kenne ich das Wort? In welchem Kontext habe ich das schon einmal gehört? Was bedeutet es – grundsätzlich und mir persönlich? Was verbinde ich damit? Sie sehen – hier in der Wirkpause passiert ganz viel. Unser mentales Lexikon ist dankbar für diese Pause und arbeitet auf Hochtouren.
Setzen Sie diese Art von Pause besonders dann, wenn Sie z. B. Fachbegriffe einführen.

Natürlich können Sie auch beide Pausenarten kombinieren – insbesondere dann, wenn Sie die Spannung weiter erhöhen möchten. Nutzen diese Pausen als Werkzeug für Ihre Stimmdynamik

Wie lang darf eine Pause „ausgehalten“ werden? Was ist das richtige Maß? Denken Sie daran, dass Ihnen als Redner die Pause ungleich länger vorkommt, als Ihren Zuhörern – die reale Pausenzeit nicht mit der gefühlten Pausenzeit übereinstimmt. Probieren Sie es aus. Experten vermuten, dass hier der Faktor 5 zählt. Die Pause, die Sie in der Präsentation halten, kommt Ihnen selber 5 mal länger vor als Ihrem Zuhörer. Je länger Sie die dramaturgische Pause aushalten, desto wichtiger ist es, durch Blickkontakt und körpersprachlichen Präsenz dem Publikum zu zeigen, wie wichtig es ist, was Sie gleich, nach der Pause, sagen werden.

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„Denken Sie doch was Sie wollen“ – Das tun wir sowieso…oder besser nicht?

Das Denken der Menschen besteht aus verschiedenen Phasen. Besonders in kreativen Prozessen mit Gruppen ist die Balance bei der Wahl der Denkwerkzeuge zu berücksichtigen.

Edward de Bono spricht von lateralem Denken und vertikalem Denken. Joy Paul Guilford nennt es divergentes Denken und konvergentes Denken. Die Begriffe ähneln sich sehr und werden daher synonym verwendet.

Divergierendes Denken (= laterales)  bedeutet eine breite Suche nach vielen verschiedenen und neuen Alternativen. Zum Beispiel Informationen, Ideen, Lösungsformulierungen, Handlungs-Schritte.

Konvergierendes Denken (= vertikales)  beschreibt eine kontinuierliche, fokussierte und  bejahende Auswertung der Alternativen.

Wieso ist es wichtig, den Unterschied zu berücksichtigen?
Besonders beim kreativen Denken geht es darum noch nicht verknüpfte Gedanken mit neuen anzureichern und Neues zu schaffen. Dafür braucht es eine Reise in das Land des Unbekannten, des Ungewöhnlichen, sprich des divergierenden Denkens.
Wurde dort eine Vielzahl an neuen Ideen gesammelt, werden diese beim konvergierenden Denken systematisch durch Kriterien oder andere Aspekte in den Bereich des Bekannten angewendet.

Kontinuierlich kreatives Denken ist eine Balance zwischen diesen beiden Phasen. Durch das Nutzen beider Denkarten wird sichergestellt:

– effektiv zu denken: der Denkrahmen wird geöffnet, bevor das Thema vorschnell eingeschränkt wird.
– Ein Thema wird wirklich mehr perspektivisch betrachtet.
– Relevante Faktoren werden in der Breite und in die systematische Umsetzung einbezogen.
– Durch weitere Alternativen wird die Wahrscheinlichkeit für neue und funktionierende Lösungen erhöht.

Die Aufgabe des Facilitators und Moderator ist es, in den Gruppenphasen die Bereiche des Bekannten und der Entdeckung geschickt zu verweben.

Regeln für divergierendes Denken:

1) Vor-Urteile zurückstellen: in dem Moment ist es wichtig, dass Kritik nicht geäußert wird sondern für später, bei der Evaluierung der Ideen zurückgestellt wird.
2) Je mehr desto besser: die Vielzahl der Optionen ist genau das Ziel in dieser Denkphase. Manchmal braucht es genau dieses freie Mitteilen der sprudelnden Ideen. Je mehr Masse gedacht wird desto mehr Optionen sind für eine Lösung da.
3) Mut zum Ver-rückten: sich auf den Baum setzen und von dort weitere Ideen sammeln, als Eichhörnchen das Thema betrachten oder als noch nicht geborenes Lebewesen seine Bedürfnisse für das Thema aufschreiben. Dies könnten Varianten sein, die in  einer lockeren Atmosphäre kreative Reaktionen sprudeln lassen.
4) Beziehung herstellen: die gesammelten Ideen sollten weiterentwickelt und gepflegt werden, zum Beispiel mit der Frage“ wie können wir auf diese Idee aufbauen? Oder „ was können wir an dieser Idee noch weiter anpassen?“

Regeln für konvergierendes Denken:

1) Potenziale finden: viele Menschen neigen dazu, Ideen sofort abzugleichen. Dies kann dazu führen, dass wertvolle Ideen schnell verworfen werden. Diese positive Grundhaltung führt dazu, dass bei der Betrachtung die Potenziale der Idee fokussiert werden. Ideen sind oft wie noch nicht ausgereiftes, wertvolle Saatgut. Sie brauchen Schutz und Entfaltungspielraum.
2) Zeit für Bewertung: geduldig sein beim Betrachten der Optionen und Auswahl der Kriterien. Eine gesunde Balance zwischen schnell und langsam. Manchmal ist es auch gut, Dinge am nächsten Tag erneut zu betrachten.
3) Das Ziel im Blick: Welche Ideen dienen dem Ziel? Manche kreativen und unkonventionellen Gedanken sind nicht für das jetzige Ziel geeignet? Diese dürfen dann auf den Parkplatz.
4) Neues willkommen: zulassen von noch fremden, unkonventionellen Ideen. Nicht zu schnell aussortieren, sondern den noch fremden Gedanken Weg zulassen.
5) Kleine Schritte würdigen: eine Idee ist oft noch nicht ausgereift, doch der 1. Schritt für eine Lösung. Nun braucht es Geduld und Engagement, so dass diese Saat sich weiter entwickeln kann.

Die verschiedenen Arten des Denkens braucht ein Umfeld von Freiheit, An- und Entspannung, Dynamik, Vertrauen und Offenheit. Dialoge inspirieren die Menschen das vorhandene Wissen  der Anwesenden zu potenzieren. So werden überraschende Lösungen auf die zuvor scheinbar unlösbaren Fragen entwickelt.

Wenn Facilitator und Prozess-Moderator die verschiedene Art des Denken kennt und konsequent beachtet, wird die Gruppe zu innovativen Lösungen finden..

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Was ist Facilitation? – Es ist mehr, es ist PLUS!

Wenn Veränderungsprozesse anstehen, und das erleben wir alle ständig, dann brauchen Menschen einen Raum, neue Ziele zu entwickeln und das Vertrauen, diese auch eigenständig zu erreichen. Das kann mit einem Workshop, einem Meeting oder anderen Gruppen-Formaten erreicht werden.

“Facilitation ist die Kunst, die Kraft einer Gruppe durch Dialog und das Streben nach Klarheit zu erschließen, dabei die aktive Beteiligung zu ermöglichen und die Fülle verschiedener Perspektiven zu begrüßen und zu nutzen.” formuliert es die International Association of Facilitators IAF.

Der Facilitator wählt für diesen Gruppenprozess die beste Struktur für die Moderation: zeitlich, räumlich und methodisch. Dann werden alle Teilnehmer zu einer höchstmöglichen Partizipation eingeladen, ihre Themen und Fragen zu klären um Lösungen zu entdecken.

Die vielseitige Methodenkompetenz des Moderators ist die Basis um Veränderungen, Konflikten und Gruppen zu begleiten.

Neben der menschenzugewandten Haltung sollte Neutralität, Allparteilichkeit und Empathie das Wesen Facilitator ausmachen. Eine Prise Humor,  Optimismus aber auch Mut, kritische Themen zu lüften, prägt das Selbstverständnis des Facilitator.

Besonders ist es die innere Haltung des Facilitators, die ihn oder sie neben den Techniken auf der Wahrnehmungs-Ebene so wertvoll macht. Diese Herangehensweise wird auch Holistische Moderation genannt. Sie unterscheidet sich vor einer üblichen Moderation durch:

– die bewusste Gestaltung des Raumes: Anordnung der Stühle und Moderationsausstattung
– adäquate Einstiegs- und Übergangselemente
– spezifische Interventionen für weitere Sichtweisen
– durch häufiges Wechsel der Gruppen
– Fragen und Ängste bekommen ihren Platz
– Förderung von Gesprächen und Austausch in kurzen Sequenzen
– Berücksichtigung der Erkenntnisse der Neurowissenschaften

Der inzwischen viel verwendete Begriff Facilitation bringt noch eine extra Prise von Achtsamkeit und prozess-Steuerung mit sich.

Die Dialogkultur wird gepflegt und das neue Denken ist willkommen.

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Facilitation: So bringen Sie Menschen in Bewegung

Workhops, Seminare, Meetings – Weiterbildung für Mitarbeiter wächst zunehmend in seiner Bedeutung. Dabei ist es eine Kunst für den Gruppenleiter, die Teilnehmer für das gemeinsame Ziel zu begeistern, so dass diese auch wirklich mit einem Mehrwert aus der Veranstaltung gehen. Das funktioniert nur, wenn man weiß, wie man Menschen bewegen kann. Hier möchte ich Ihnen aufführen, was ein Facilitator – so der fachliche Begriff für einen Moderator dieser Art – dafür alles können und berücksichtigen muss.

Wer mit kleineren bis hin zu Großgruppen arbeitet, muss die Gedankenprozesse der Teilnehmer bewegen können. Das beginnt schon bei Wortwahl in der Einladung, die neugierig macht und in diesem Stadium einen Gedanken-Prozess in Bewegung bringen muss. Außerdem gehören folgende Themen dazu:

Zum einen ist die Kunst für einen Facilitator, eine gute Planung, ein Konzept zu haben, welches zur Gruppe passt und diese in Bewegung bringt und hält – auch körperlich. Wenn ein Prozess nämlich erst mal eine Dynamik entwickelt hat, ist es die Aufgabe, enorm wachsam weiter fein zu justieren. Da ist es gut, ein passgenaues Konzept zu haben mit guten, kecken, aufrüttelnden sowie irritierenden Fragen, die das vereinbarte Ziel nach vorne bringen.

Viele der Formate, die in dieser Art der Gruppenarbeit Anwendung finden, sind in der Management-Welt bekannt. Reiss, open space, World Café, Zukunftskonferenz, RTSC oder Appreciative Inquiry sind bekannt. Jedoch meist nur das Label und es ist nun eine Kunst, diese auch umzusetzen. Daher rate ich den Menschen auch mindestens eine Moderationsausbildung, oder auch eine Trainer- oder Großgruppenausbildung zu haben.

Man kann in etwa sagen, dass zu 70 Prozent die Dinge geplant sind und für den Rest ist die Flexibilität des Moderators extrem wichtig. Die Gruppe beispielsweise etwas selbstverantwortlich machen zu lassen und dann wieder mit der Großgruppe zu arbeiten, bringt Bewegung in den Ablauf. Über kleine Settings wird so eine Vertrautheit geschaffen, nachdem man wieder in die Gemeinschaft geht.

Weiter muss man den Teilnehmern einen Raum bieten, wo sie sich wohlfühlen, so dass auch deren Ressourcen aktiviert werden können. Die räumliche Komponente ist in manchen Hotels wirklich schwierig, so dass die Vorbereitung schon bei der Wahl des Orts anfängt. Weiterhin sollten Zeiten in diesem Zusammenhang nicht einengen und auch dahingehend genügend Freiräume für die Teilnehmer lassen.

Gute Fragen stellen ist bei Großgruppen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Man kann ja nicht nachlegen wie in einem Interview, denn die Fragen gehen ja gleich an 10, 100 oder 200 Personen. Außerdem müssen die Fragen ja auch so formuliert sein, dass die Teilnehmer auch was damit anfangen können. Verständlich, konkret, einfach, das Ziel unterstützend und mit dem Hintergrund, welche Wirkung erzielt werden soll, sind die Anhaltspunkte für die Formulierung von Fragen.

Selbstverständlich ist, dass der Facilitator Vertrauen in sich und sein Konzept haben muss, um mit einer positiven Grundhaltung vor die Menschen zu treten.

Sind all diese Punkte geklärt, empfehle ich, alles einmal mit jemandem durchzugehen und einen Testlauf zu machen. In der Arbeit mit der Gruppe sollte außerdem das regelmäßige Feedback an die Teilnehmer nicht fehlen: Zusammenfassen und die Gruppe auch würdigen, was gut läuft, motiviert zusätzlich. Also bedeutet das, die Teilnehmer und was geschieht, immer im Blick haben zu müssen und den Prozess zu unterstützen. Es ist ein permanentes Empfangen und Zurückspielen von Informationen, was die Gruppe nach vorn bringt. Und das ist das schöne Ergebnis am Ende eines ereignisreichen Tages als Facilitator.