Karte oder Zuruf – das ist hier die Frage.

Welcher Moderatoren-Typ sind Sie? Der Kartograph, der strukturierte Metaplan-Verfechter, der für Didaktik und Dialog steht? Oder der spontane Impulsgeber, der gerne das direkte Wort, den offenen Zuruf in die Meinungsbildung integriert? Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, wir haben unsere Erfahrungen damit aufgelistet, für beide Verfechter gilt aber: Planen Sie Ihre Moderation sorgfältig, ein gutes, durchdachtes Workshop-Design ist die halbe Miete. Die Einsatz-Tools Kartenabfrage oder Zuruf sind ideal einsetzbar zur Ideenfindung, zur Problemlösung oder der Abfrage von Erwartungshaltungen. Tipps und Tools für den optimalen Einsatz lesen Sie hier:

Die FRAGEKARTE formuliert eine W-Frage ans Auditorium (Was? Wie? Wo? Womit?), die Teilnehmer notieren Antworten, auf jeder Karte eine Antwort. Die Karten werden auf Metaplan-Wänden visualisiert, die Erläuterung der Antwort übernimmt der Teilnehmer oder der Moderator.

Vorteile:
– Alle Teilnehmer, auch die ruhigen Charaktere kommen zur Sprache
– Jede Idee oder Antwort ist gleich wichtig
– Die Ideen werden quasi anonymisiert

Nachteile:

– Immenser Zeitaufwand gerade bei größeren Gruppen
– Mehrfachnennungen möglich, die dann aussortiert werden

 

Die ZURUFFRAGE eignet sich perfekt für die Ideenfindung in der Gruppe, für die aktuelle Problemlösung oder das Abrufen von Einstellungen oder Befindlichkeiten. Die Frage wird visualisiert oder aufgerufen, der Moderator nimmt die Ideen und Antworten auf.

Vorteile:

– Die Teilnehmer werden von anderen inspiriert zum Weiterdenken
– Geringer Zeitaufwand
– Keine Dopplung von Ideen

Nachteile:

– Die Antworten sind nicht anonym
– Nicht alle Teilnehmer lassen sich einbeziehen
– Stillere Charaktere halten sich zurück
– Das Schreiben nimmt Zeit in Anspruch, kann delegiert werden
– Der Moderator muss die Gruppe steuern und die Ideen sammeln