Rhetorik-Newsletter Ausgabe

Selbst- und verständlich!
Darum geht es, engagierte Freunde der Erlebnis-Rhetorik®.
Es interessiert uns,
ob und wie gut
wir in Ihren Augen
Ihrem Anspruch gerecht werden.

Deshalb bitten wir Sie
um einige Antworten.
Sie helfen uns damit,
zukünftige Themen
noch mehr auf Ihre Wünsche abzustimmen.

> Ich werde häufig nicht verstanden.
> Ich bekomme schlecht Kontakt zu Gesprächspartnern.
> Gespräche verlaufen im Sande.
> Mir wird gesagt, ich rede zuviel und kann mich nicht durchsetzen.
> Mich interessieren meine Mitmenschen, wie mache ich das
– ohne aufdringlich zu wirken – deutlich?

Wir werden uns stark machen,
dass Sie mit Zuversicht
Ihren persönlichen und beruflichen Weg
zum Erfolg gehen können!
Versprochen!

Was ist herrlicher als Gold?
Das Licht.
Was ist erquickender als Licht?
Das Wort.
Die Brücke zu den anderen Menschen
ist die Sprache.
Von unserer Sprache
hängt zum großen Teil unsere Beziehung
zu unseren Mitmenschen ab
und von der Beziehung zu unseren Mitmenschen
unser Glück.

Mit dem Küssen das deutliche Sprechen üben

Oh – pardon –
eigentlich sollten wir den Gedanken umdrehen
und sagen: durch das deutliche Sprechen
das Küssen üben.
Denn meistens ist ja der Kuss die Krönung der Zärtlichkeit
oder der Schmuck der Sexualität.

Und bei solchen goldenen Minuten
sollte man doch ganz konzentriert sein,
nicht an andere Themen denken.

Aber nehmen wir es mal als heiteres Spiel
als Vorspiel der Liebe oder des Sprechens.

Martin Luther hat es schon gewusst.
Manches hat er zum Wesentlichen geführt.
Mit drei Sätzen hat er es gesagt:
Tritt keck auf. Hör bald auf. Machs Maul auf.

Waren das Ratschläge für die Liebe?
Oh nein. Wir wollen den ehrenwerten Herrn Luther
nicht doppeldeutig interpretieren.
Für Luther waren es sehr treffende Ratschläge für Redner.

Manche Redner – ach, was sagen wir,
Redner – viele, die sprechen,
machen dabei den Mund nicht auf.
Achten Sie einmal, wenn Sie jemand nicht verstehen,
auf seine Lippen.
Die Lippen bewegen sich dann kaum,
der Mund ist fast geschlossen.

Woher kommt das?

Es kann landschaftliche Beeinflussung sein,
also es kommt durch den Dialekt.
Daneben liegt gleich die Beeinflussung
durch die Umwelt, durch den Kreis, in dem wir aufwachsen.

Aber die Ursache liegt auch oft in psychologischen Bereichen.
Die Angst, etwas falsch zu sagen, Fehler zu machen.
Da huscht man dann mit der Sprache vorbei –
wie die Katze in einer fremden Gegend.
Wie bitte? Was sagten Sie?
Erkennen Sie es schon?
Das klare, deutliche Sprechen üben
kann psychologische Bereiche in Bewegung setzen,
zu mehr Klarheit
auch in anderen Lebenssituationen führen.
Und finden Sie nicht auch:
Menschen, die Klarheit ausstrahlen,
wirken sicherer,
selbstbewußter, überzeugender
als die Unklaren.

Also, auf zur Klarheit, zur Klarheit in der Sprache.

Wie nun vorgehen?

Ja, jetzt kommen wir gleich zu dem Küssen, zu den Lippen.

Probieren Sie es doch sofort aus:
Rollen Sie die Zeitschrift oder einige Bogen Papier
mal so zusammen wie ein Sprachrohr, das
zu Ihnen gewendet ist,
die Öffnung klein. Und unten
sollte sie breiter werden.
Ja, wie ein Sprachrohr oder wie das Hörrohr des Urgroßvaters.

Und nun sprechen Sie mal da durch.
Ohne Mühe wird nun Ihre Stimme weit
durch den Raum getragen.
Jeder wird Sie verstehen,
selbst in einem großen Saal.

Sehen Sie, und wir Menschen haben alle noch
unser natürliches Sprachrohr.
Das sind unsere Lippen.
Wenn Sie beim Sprechen die Lippen wie ein
Sprachrohr einsetzen, dann ist das,
was Sie sagen, klar und deutlich zu verstehen.

Welche Stellung sollten nun die Lippen haben?
Sehen Sie sich die Grundstellung der Lippen an,
wie sie bei jedem Vokal richtig geformt sind:
Beim klaren U sind die Lippen ganz nach vorne gestülpt.
Sie bilden eine kleine, runde Öffnung.

Beim O sind sie etwas mehr geöffnet, fast oval.

Beim A ist der Mund dann ganz weit
auf wie beim Gähnen.

E ist die normale Lippenstellung
und I ist breit wie bei einem Grinsen.

Aber damit es noch deutlicher wird
und noch mehr Freude macht,
probieren Sie es doch mal
mit einem sympathischen Menschen
als Variationen des Küssens aus.
Kommen Sie sich dabei etwas näher
und formen die Lippen so,
als wollten Sie sich ein harmloses Küßchen geben.

Im Kölner Karneval sagt man „Bützchen“ dazu.

Sind Sie soweit?

Und nun sagen Sie beide ein lang tönendes – U -.
Haben Sie gehört, wie angenehm es klingt,
wenn Sie dabei die Lippen so nach vorne stülpen?
Und wenn Sie gerade dabei gelacht haben, ist der Mund breit.

Sprechen Sie dann nochmals mit breitem Mund das – U -.
Hören Sie, wie flach, wie unangenehm das klingt?
Vielleicht sind Sie sich aber beim „U“
etwas näher gekommen.
Sagen Sie dann mit der Einstellung:
ging das nicht etwas zu weit, ein „O“.
Das „A“ beim Küssen zu üben,
kann etwas gefährlich werden.
Dabei ist der Mund ganz auf,
als wollten Sie zubeißen.
Oder es ist ein Laut der Lust: ah!

„E“ ist der konventionelle Kuss.
Vielleicht, wenn Sie „gnädige Frau“ gesagt haben
und geben der Dame einen Handkuss.
Das „I“ ist noch mehr Etikette:
etwa wenn damals Breschnew und Honecker
den Begrüßungskuss austauschten.

Die Karnevalszeit ist ja die Zeit der Heiterkeit,
die Zeit des heiteren Küssens.
Nutzen Sie es doch auch aus,
um zu noch mehr Klarheit zu kommen,
im Verhältnis zu wesentlichen Zuneigungen,
im Verhältnis zum bewussteren Sprechen.
Denn spielerisch kommen wir oft zu unserem Verhalten.
Und ohne Gewalt und Verkrampfung.

Also spielerisch können wir es manchmal verändern.
Und wenn Sie mit bewusster Freude
geküsst und gesprochen haben,
erhalten und hören Sie
weitere Übungen.

Wenn Sie nicht nur das Sprechen,
sondern auch kommunikatives Verhalten trainieren wollen,
wenn Sie aktiv an sich arbeiten wollen,
dann kommen Sie nach Bornheim.

Kommen Sie zu unserem bewährten 5-tägigen
Rhetorik-Training Intensiv!
Verbessern Sie Ihre Außenwirkung.
Steigern Sie Ihre Störunanfälligkeit,
Ihre Wendigkeit und Ihre Reaktionsfähigkeit.
Motto: Wenn wir uns im Spielen nicht üben,
werden wir gegen gute Spieler nicht gewinnen:
Erleben, wachsen, gewinnen und sich durchsetzen!