Es geht ums bewusste Wagnis. Die richtige Entscheidung.

Was heißt hier falsch? Möglicherweise ist nicht das herausgekommen, was wir uns gewünscht haben, okay. Sorgen sind ein wertvoller Schatz, den man nur Freunden zeigt. Aber den Erfolg von Entscheidungen kann man nicht ausrechnen.

Die schönste Szene im Film „Der Club der toten Dichter“ ist, als dieser mächtige Junge am Münzapperat der Schule steht und das schönste Mädchen der Schule anruft. Und als Freunde sagen: „Du spinnst, du kriegst garantiert einen Korb.“ Und er sagt: „Na und? Ich habs probiert.“

Es geht um etwas Wagen. Wir igeln uns lieber ein. Wer sich nicht rührt, dem passiert schon nichts. Dabei riskieren wir damit unglaublich viel, ohne es zu merken. Denn wenn wir uns nicht trauen, und immer nur tun, was die Leute von uns erwarten, dass riskieren wir, dass wir viel wichtige Zeit unseres Lebens für falsche Dinge aufwenden. Wir riskieren, unseren eigenen Lebensentwurf nicht auszufüllen, unseren Talenten treu zu sein. Und das alle, ohne zu bemerken, weil wir feststecken in unserer Routinen und Selbstverständlichkeiten. Und erst, wenn wir eine Entscheidung treffen, bei der wir mit etwas brechen müssen, bei der wir etwas Vertrautes verlassen müssen, denn plötzlich wird uns bewusst: zwischen Ufer und Ufer liegt nur das Wagnis.