Rhetorik lernen im Rhetorik Seminar

Rhetorik lernen

Gerade wenn Sie in verantwortungsvoller oder leitender Position stehen, haben Sie keine Wahl: Sie müssen reden – öffentlich, in der Firma, beim Arbeitsessen. Und Sie können es auch lernen. Es lohnt sich. Wenn Sie überzeugend vortragen können, erreichen Sie mehr – bei den Geschäftspartnern, bei den Mitarbeitern im gesellschaftlichen und politischen Leben. Dafür wäre es doch schön, wenn wir Rhetorik lernen könnten? Geht das? Ja, natürlich durch Rhetorik-Seminare oder mit unserem Online Rhetorik Tipps. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein guter Redner und Präsentator werden.

Frei sprechen heißt zuerst, Redeangst zu überwinden, Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln und so Glaubwürdigkeit zu vermitteln. „Wer das Sagen hat, muss auch reden können“ – in dieser griffigen Formel drückt sich aus, dass für Fach- und Führungskräfte “Reden” immer wichtiger wird.
Wir sehen immer wieder, dass mit nur wenig Übung schnell gute Ergebnisse zur Verbesserung erzielt werden können und wie Menschen ihre Rhetorik verbessern. Einen Online-Rhetorikkurs werden Sie an dieser Stelle nicht finden. Stattdessen möchten wir Ihnen ein paar praktischen Tipps und Übungen für den Redegebrauch mitgeben. Auch wenn Ihnen die Rhetorik-Übungen ungewöhnlich und seltsam vorkommen mögen – spielen Sie mit. Und wenn Sie mit dem Thema “Lampenfieber” zu kämpfen haben, empfehlen wir Ihnen den Beitrag “Lampenfieber bekämpfen – Die besten Tipps aus der Praxis“.

1. Rhetorik Tipp: Trainieren Sie Ihre Ausdrucksfähigkeit 

Zum Start direkt eine praktische Übung, um Ihre Rhetorik zu lernen:

Gehen Sie in ein Zimmer mit großem Spiegel, wo Sie allein sind. Sehen Sie sich an! Wie ist Ihr Gesichtsausdruck – müde oder entschlossen? Sagen Sie zu Ihrem Gegenüber: „Wenn ich will, kann ich andere begeistern!“
Was war mit Ihren Händen? Sind sie zur Faust geworden?
Machen Sie es noch einmal, werfen Sie Ihre Arme hoch, wie einer, der ein Tor geschossen hat, und rufen Sie energisch, laut: „Ich will andere begeistern!“ Sie mögen es nicht laut?

Aber wir wollen ja das Reden trainieren; und dafür muss man nun manchmal einen ungewohnt lauten Ton anschlagen.
Doch wir wollen auch die leisen Töne entdecken, etwa für den Fall, dass Sie anderen helfen oder gemeinsam ein Problem lösen möchten. Versetzen Sie sich in realistische Redesituationen. Konzentrieren Sie sich auf einzelne Sätze, zum Beispiel „Wir müssen den Umsatz steigern“ oder „Alle Menschen sollen Arbeit haben.“

Sie können bei solchen Übungen auch andere Formulierungen wählen. Sie sollte nur dem Sinn nach stimmen, als Aufforderung oder Angebot, und Ihre Sprache ausdrucksvoller machen.
Achten Sie bei solchen Redeübungen auf Ihre Körperreaktionen: Wann waren Ihre Hände ganz entspannt, Ihre Augen weit offen oder geschlossen? Sind Sie aufgestanden oder aufgesprungen? Wichtig ist, dass Sie das, was Sie fühlen und denken, auch ausdrücken durch Körperhaltung, Gestik oder Mimik.
Denn wenn Sie zu mehreren sprechen, muss der Ausdruck stärker werden als gewohnt. Sonst wäre Ihre Rede nur ein Selbstgespräch. Trainieren Sie Ihre Ausdrucksfähigkeit, indem Sie sich breit und fest hinstellen. Empfinden Sie innere Stärke, wie Sie so mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen?
Treten Sie energisch auf, aus dem Gefühl heraus: „Ich stehe fest zu meiner Meinung – ich halte mein Wort“. Haben Sie gemerkt, wie Ihre Sprechweise kraftvoll wirkte, beeindruckte? Dann war die Übung erfolgreich.
Denn reden heißt, auf andere wirken.

2. Rhetorik lernen: Was die Körpersprache über uns sagen kann

Es hieß: „Sprich nicht immer mit den Händen und Füßen!“ Nur was jetzt? Niemand sagt uns wohin mit den Händen? Also suchten wir selbst nach Möglichkeiten wie: Mit einer Hand am Pult festhalten oder eine Hand benutzen, um durchs eigene Haar zu streichen oder zu demonstrieren, dass die Nase juckt. Wenn wir die Hände zum Gebet falten scheint es, als ob wir das Universum bitten.

Ebenso in die Kategorie der Peinlichkeiten stecken wir, die Hände in die Hosentaschen, so wirken wir unbekümmert, lässig oder überheblich. Damit der Funke überspringt, darf der Kontakt mit dem Publikum nicht abreißen! Schauen wir mal diesen und mal jenen Zuhörer mitunter in die Augen, so als sei das Ganze ein Zwiegespräch. Wird irgendjemand unruhig, so blicken wir ihn an. Bewahren wir unsere Haltung und das sichere Auftreten. Wir sind sehr schnell in der Interpretation der Körpersprache, dabei kann die Deutung sehr unterschiedlich ausfallen.

Folgende Beispiele zeigen, wie unterschiedlich wir ein und dasselbe Verhalten deuten können:

Nonverbales Verhalten Bedeutung negativ Bedeutung positiv
steife KörperhaltungVerkrampfung, Angst, Reserviertheit Korrektheit, Disziplin, Respekt
gelöste Körperhaltung Provokation, Respektlosigkeit, Anbiederung, Flapsigkeit Harmonie, Zufriedenheit, Sicherheit, Selbstbewusstsein
lachendes GesichtMaske, Ritual Freundlichkeit, Herzlichkeit
ernstes GesichtAblehnung, Reserviertheit, Verärgerung Sachlichkeit, Respekt, Konzentration
Kopf gesenktTrotz, Beschämung, Unsicherheit, Traurigkeit, Verzweiflung, Schlaffheit Konzentration, Ehrfurcht, Respekt, Abwehr, Neutralisierung, Vorsicht
Kopf erhobenTrotz, Aggression, Provokation Triumph, Aufmerksamkeit, Aktivität
fehlender Augenkontakt Unsicherheit, Desinteresse Rücksichtnahme, Konzentration
vorhandener Augenkontakt Zurechtweisung, Aufdringlichkeit, Aggression Höflichkeit, Aktivität
Arme verschränktAngst, Aggression, Ablehnung, Unsicherheit Dominanz, Gemütlichkeit, Zufriedenheit
Armhaltung lässigMissachtung, Herausforderung Entspannung, Souveränität

3. Rhetorik lernen: Vorbereitung einer Präsentation

 Anlass und Ziel des Vortrages stehen bereits fest: Sie wollen eine Betriebsversammlung eröffnen, Besucher begrüßen, Kunden werben, Mitarbeiter motivieren, Jubilare ehren, dem Aufsichtsrat berichten, eine Festgesellschaft unterhalten.

Die beste Vorbereitung:
Versetzen Sie sich in den Zuhörer: Was erwartet er von Ihnen, wie ist vermutlich seine momentane Stimmung, welche Haltung nimmt er Ihnen gegenüber ein, wie ist seine Interessenlage, hat er bestimmte Wertvorstellungen?
Wenn Sie sich durch diese gedankliche Vorbereitung über die Haltung des jeweiligen Publikums klar geworden sind, erzielen Sie Aufmerksamkeit und erreichen so leichter Ihr Ziel, den Zuhörer zu überzeugen.

Notieren Sie sich die wichtigsten Punkte. So haben Sie auch schon die richtige Gliederung für Ihre Präsentation: die treffende Begrüßung, den packenden Einstieg, die überzeugende Darlegung des Themas, den eindrucksvollen Schluss.
Bringen Sie nun Ihre Fakten, Tatsachen, Argumente, Zahlen und Beispiele in eine schlüssige Folge und notieren Sie zu den Abschnitten die wichtigsten Stichworte, so dass Sie beim Reden auf Anhieb erkennen können: Das ist der rote Faden für Ihre Präsentation.
Wenn Sie dieses Konzept mehrmals lesen, prägt sich der Gedankengang immer besser ein. Üben Sie Ihren Testvortrag vor dem Spiegel – noch besser vor einem Vertrauten – oder kontrollieren Sie Ihre Ausdrucksweise per Tonband oder mit Hilfe einer Videokamera.
Sie haben Lampenfieber, Angst vor Pannen?
Keine Sorge – je gründlicher die Vorbereitung war, um so sicherer dürfen Sie sich dann beim Redenhalten fühlen.

4. Rhetorik Tipp: 7 Schritte für Ihre überzeugende Präsentation

1. Aufmerksamkeit wecken

Treten Sie selbstbewusst und offen auf. Verstecken Sie sich nicht hinter einem Rednerpult. Zeigen Sie mit Ihrer Körpersprache, dass Sie von Ihren Aussagen überzeugt sind. Schauen Sie Ihren Zuhörern in die Augen. Finden Sie einen positiven und wenn möglich überraschenden Einstieg in den Vortrag. Betonen Sie Gemeinsamkeiten.
Beispiele:

  • “Sie und ich, meine sehr verehrten Damen und, meine Herren, wir alle…”
  • “Schön, dass Sie Zeit gefunden haben für dieses Gespräch…”
  • “Gut, dass wir zusammengekommen sind, um das Thema XY gemeinsam zu besprechen…”

2. Thema nennen

Führen Sie kurz und eindeutig in das Thema oder die Problemstellung ein, um allen Beteiligten einen raschen Einstieg zu ermöglichen. Führen Sie dabei keinen langen Monolog. Versuchen Sie nicht, die Argumente vorwegzunehmen, sondern sagen Sie kurz, knapp und klar, worum es geht.
Beispiele:

  • “Heute werden wir uns mit dem Thema XY beschäftigen…”
  • “Die Frage, ob xyz, beschäftigt uns schon seit längerem. Heute wollen wir zu einer Lösung kommen.”

3. Fünf Argumente nennen

Die meisten Fragestellungen lassen sich auf wenige Argumente reduzieren. Es ist überzeugender, fünf gut durchdachte und gewichtige Argumente zu nennen, als möglichst viele Einzelaspekte zu betrachten. Bringen Sie die Aspekte in eine logische Reihenfolge.
Beispiele:

  1. Da ist zunächst…
  2. Nicht nur…, sondern auch…
  3. Außerdem…
  4. Zusätzlich…
  5. Und der wichtigste Grund ist…

4. Appell

Nachdem Sie Ihre Argumente genannt haben, fordern Sie Ihre Gesprächspartner / Zuhörer zur Aktivität, zum Mitdenken auf, denn aus Passivität entsteht Unachtsamkeit.
Beispiele:

  • “Nehmen Sie…”
  • “Prüfen Sie…”
  • “Vergleichen Sie…”

5. Reserveargument

Sie haben noch ein zusätzliches Argument in Reserve gehalten, das Sie in diesem Stadium der Meinungsbildung anführen können, um an die Wirkung Ihrer Argumentationskette anzuknüpfen.
Beispiel:

  • “Einen Aspekt haben wir bisher noch gar nicht in Betracht gezogen…”

6. Ich-Botschaften einfügen

Schaffen Sie Glaubwürdigkeit und Gemeinsamkeit, indem Sie auch etwas Persönliches einflechten, also von der allgemein gültigen Argumentation, die den Gesetzen der Logik folgt, zu Ihrer persönlichen Meinung kommen.
Beispiele:

  • “Ich bin sicher, dass…”
  • “Nach meiner Erfahrung verhält es sich so, dass…”

7. Zur Handlung auffordern

Am Ende geht es darum, dass Menschen gemeinsam aktiv werden oder sich bewusst auf einen gemeinsamen Standpunkt festlegen. Der überzeugendste Vortrag ist vergeblich, wenn am Ende nicht ein Ergebnis steht. Appellieren Sie zum Schluss an die Aktivität.
Beispiele:

  • “Lassen Sie uns nun…”
  • “Denken Sie morgen an das, was wir heute erarbeitet haben.”
  • “Probieren Sie es aus!”

5. Rhetorik Tipp: Die ersten Worte beim Vortrag entscheiden

Die ersten Worte stellen die Weichen für Ihren Erfolg. Doch zuvor müssen Sie sich Respekt verschaffen. Am besten gewinnen Sie Aufmerksamkeit, wenn Sie zunächst einige Sekunden schweigen, in die Runde schauen und die Zuhörer konzentriert ansehen. So kehrt Ruhe ein. Danach starten Sie mit einer Interesse weckenden oder mit einer provozierenden Frage, mit einer Demonstration oder einem Zitat. „Liebe Geschäftsfreunde, geschätzte Mitbewerber. Ist heute der Markt immer noch eine Pralinenschachtel, aus der man sich die leckersten Happen heraussuchen kann?“

Nun interessieren Sie weiter, mit: „Sehen Sie bitte…“ – „Stellen Sie sich vor…“ –
Jetzt können Sie Ihr Thema nennen oder sagen, worum es geht.
Wer sich als Unternehmer oder Vertriebsrepräsentant so ausdrückt, der packt sein Publikum sofort. Ihr Auftakt muss neugierig machen, Spannung erzeugen, eine Brücke zum Publikum schlagen!
Das übliche „Meine Damen und Herren“ klingt langweilig. Lässt es sich partout nicht vermeiden, dann bringen Sie es erst nach Ihrem Einstieg. Den kann auch zum Beispiel ein aktueller Anlass liefern: Wenn einige Teilnehmer auf der Fahrt zum Versammlungsort im Stau steckenblieben oder ein größer Sportwettbewerb die Gemüter bewegt, dann liefern solche Ereignisse Stichworte für einen flotten Auftakt.

Gut loslegen können Sie auch, indem Sie Gemeinsamkeiten zwischen sich und Publikum herstellen: „Als Unternehmer / Steuerzahler / Manager erfahren wir jeden Tag, was es heißt, …“
Behalten Sie Ihre Zuhörer weiterhin gut im Auge. Wenn Sie über das Publikum hinwegblicken, wirkt das arrogant. Wer ständig auf den Boden oder in seine Notizen schaut, macht einen unsicheren oder desinteressierten Eindruck.
Sie fühlen sich nervös bei Ihrer ersten Rede, oder Sie hatten zu wenig Zeit zur Vorbereitung?
Beginnen Sie nie mit einer Entschuldigung. Präsentieren Sie souverän.
Rhetorik, die wirkt und viel bewegt, ist kein Privileg weniger Auserwählter, sondern erlernbares Handwerk.

6. Rhetorik Tipp: Achten Sie auf Ihre Sprache

Bei Worten und Reden, die wirken und viel bewegen, müssen Sie anschaulich argumentieren und spannend vortragen. Was soll ich tun, werden Sie fragen?

Wer viel schießt, ist noch kein Schütze, und wer viel spricht, noch längst kein Redner.

Präsentieren Sie Fakten – sie sind die Säulen Ihres Vortrags. Gute Redner begründen und belegen ihre Argumente. Sie übersetzen, wenn nötig, Fachvokabular in Alltagssprache und wählen Ihre Beispiele aus dem Erfahrungsbereich des Publikums.
Achten Sie darauf, dass Sie die Tatsachen, Zahlen, Zitate und Beweise wirkungsvoll vorführen. Zum Beispiel durch einen Vergleich wie: „Diese Abteilung verbraucht in einem Monat so viel Strom wie eine Durchschnittsfamilie in fünf Jahren.“
Die Fakten müssen die Sinne ansprechen, die Vorstellung reizen. Wenn Sie nüchterne Tatsachen in Bilder umsetzen, wird die Wirkung gesteigert. Nicht abstrakte Begriffe, sondern bildhafte Schilderungen unterstreichen Ihre Gedanken und Argumente.

Verwenden Sie Beispiele. Die erzählen Sie möglichst plastisch: Zitieren Sie für Argumente Zeugen, die auch den Zuhörern bekannt sind. Ihre Vorschläge kommen besser an, wenn Sie von einem Betrieb oder einem Kunden erzählen, der Ihre Anregungen bereits befolgt.
Führen Sie dem Publikum Ihr Anliegen vor Augen. Viele optische Hilfsmittel gibt es dafür. Nutzen Sie Schaubilder, Illustrationen, Videos und Fotos. Das peppt die trockene Materie auf, verbessert die Aufnahme der Ausführungen beim Zuhörer und Ihre Argumente bleiben im Gedächtnis.
Der Fachmann muss von seinem hohen Ross heruntersteigen und so reden, dass die Zuhörer ihn begreifen und seine Botschaft annehmen. Es kommt immer an, wenn Sie die Rede mit Anekdoten schmücken. Sammeln Sie Episoden zu Firmengeschichte, Produkten, Stammsitz, Region – auch über Familie und Verein. Aus diesem Fundus können Sie spontan für die unterschiedlichsten Reden schöpfen.

Wie Sie spannend vortragen?
Formulieren Sie kurz und knapp.
Wer bei aller Farbigkeit der Sprache doch prägnant berichtet, der erzählt spannend und findet leichter Gehör als der geschwätzige Redner, dessen Vortrag langweilig ist, weil seine Sätze kein Ende nehmen.
Kurze Sätze steigern die Spannung. Besonders, wenn sie mit einer Pause zum gesprochenen Doppelpunkt verbunden werden: „Das hatte niemand erwartet.“ – Pause – Ergebnis: „Heute ist Müller Chef der Firma.“ Solche Betonungen machen Ihre Reden lebendig – vor allem, wenn Wechsel in Lautstärke oder Sprechtempo hinzukommen.
Auch bewusstes Wiederholen ist ein Spannungselement, etwa Selbstkorrekturen wie: „Gut, nein, elegant gekleidet“, oder „ Er ging, nein, er stürzte nach Hause.“ Sprechen Sie die Zuhörer immer wieder kollektiv an, etwa mit einer rhetorischen Frage nach dem Muster „Finden Sie nicht auch?“ – oder heben Sie, zum Beispiel auf der Betriebsversammlung, einen Teilnehmer hervor: „Und dann hatte Herr Meier die Produktidee, die wir schon lange suchten.“ Spannung soll Aufmerksamkeit wach halten.
Spannung entsteht auch, wenn Sie Kontraste vorführen. Gefühle mitschwingen lassen. Wenn Sie gezielt Pausen einsetzen und die Zuhörer mit einer Frage oder Ankündigung auf Besonderes vorbereiten. Wenn Sie Metaphern finden, Lacher provozieren, Anekdoten einflechten, dann werden Sie Ihr Publikum auf spannende Weise unterhalten.

7. Rhetorik lernen: Umgang mit Störungen und Einwänden

Wenn ein Zwischenruf Ihren Redefluss unterbricht oder Ihnen in einer anschließenden Diskussion brenzlige Fragen gestellt werden, dann können Sie Ihre Zuhörer dennoch überzeugen. Spielen Sie auf Zeitgewinn. Antworten Sie zunächst beispielsweise: „Das ist eine gute / wichtige / interessante Frage!“
So schaffen Sie sich Zeit zum Überlegen und geben ein positives Signal an die Gegenseite. Denn wenn jemand einen gewichtigen Einwand nicht wie aus der Pistole geschossen beantwortet, dann präsentiert er sich als jemand, der abwägt und souverän reagiert.
Auch Ihre eigentliche Antwort sollte möglichst ruhig ausfallen: Kann der Einwand widerlegt werden, erübrigt sich jede zusätzliche Überlegenheitsgeste. Ist der Einwand berechtigt, beleuchten Sie ihn – taktisch geschickt – von zwei Seiten: „Zweifellos kann man da einen Nachteil sehen, doch bedenken Sie bitte, dass auf der anderen Seite…“
Notfalls bleibt Ihnen ein Ausweichen oder Hinausschieben: „Dazu muss ich mich erst genau informieren und die Betroffenen anhören“. So zeigen Sie, dass Sie Bedenken ernst nehmen, sich aber nicht aus dem Konzept bringen lassen. Eine unüberlegte oder gar schroffe Antwort gerät dem Redner stets zum Nachteil, denn die Zuhörer beurteilen ihn nicht nur nach seinen Argumenten, sondern auch nach seiner Souveränität im Umgang mit Kritikern.
Wer erregt einen Kampf ums Rechthaben aufnimmt, hat meist schon verloren.

Zeigen Sie sich störunanfällig. Sie sichern sich Aufmerksamkeit, wenn Sie den üblichen Ich-Stil durch den Sie-Stil ersetzen und aus der Perspektive der Zuhörer formulieren: „Stellen Sie sich vor…“, „Haben Sie schon daran gedacht…?“, „Wie Sie sehen…“ sind empfehlenswerte Wendungen.
Und so setzen Sie den Schlusspunkt: Bringen Sie den Inhalt Ihres Vortrags nochmals auf den Punkt. Mit eindringlichen Worten, die Sie an dieser Stelle keinesfalls vom Manuskript ablesen, sondern mit dem Blick geradeaus ins Publikum sprechen sollten.
Sie können zum Beispiel Ergebnisse kurz zusammenfassen oder einen Appell zu gezieltem Handeln verkünden, etwa: „Nehmen Sie aufeinander Rücksicht! Dann wird sich auch das Betriebsklima verbessern.“
Das Ende Ihrer Rede vermittelt keine neuen Informationen mehr, sondern führt den Zuhörern noch einmal alle Vorteile vor Augen, die Ihre Argumenten und Vorschläge mit sich bringen.
Jetzt können Sie Konsequenzen betonen, in die Zukunft weisen, Wünsche wecken, Leitgedanken wiederholen („Das Dienen kommt vor dem Verdienen!“), ein zugkräftiges Motto verkünden („Unser Einsatz ist der Gewinn für die Zukunft!“), einen Toast ausbringen. Wer sich auf das gängige „Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren“ beschränkt, vergibt die Chance, das Publikum zum Schluss noch einmal hoch- und mitzureißen.
Verstärken Sie jetzt das Gefühl der Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und den Zuhörern noch einmal, beispielsweise durch eine persönliche Wendung: „Sie haben erkannt, worauf es ankommt“, oder: „Ich bin froh, dass wir heute so offen miteinander diskutiert haben.“
Gestalten Sie also den Schluss einprägsam. Durch einen markanten Schluss überzeugen Sie nachhaltig und bleiben als Redner in bester Erinnerung.

8. Wie kann ich darüber hinaus Rhetorik lernen und meine Redefertigkeit verbessern?

Viele möchten Rhetorik lernen und ausbauen. Wenn wir uns in die vielfältigen Themengebiete rund um Rhetorik und Kommunikation einarbeiten wollen, oder unsere Kompetenzen systematisch ausbauen wollen, finden Sie in dem  Themen-Silo “Rhetorik verbessern” praktische Tipps und wertvolle Ansätze.

Ein nützlicher Begleiter, der Schritt für Schritt zur „rhetorischen Sattelfestigkeit“ führt und schnell handlungsfähig macht. Den bewussten Umgang mit dem Wort trainieren wir durch den Part „Storytelling“, wodurch wir garantiert eine große Aufmerksamkeit erreichen. Wir lernen, wie solche Geschichten geplant, umgesetzt und lanciert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Sie als Präsentator. Durch den richtigen Einsatz von rhetorischen Stilmitteln und einer bildhaften Sprache erlernen Sie, wie Sie Ihre Botschaft mitreißend und überzeugend rüberbringen. Wir erfahren, welche rhetorischen Mittel eine wirkungsvolle Kommunikation ermöglichen – auch auf Englisch.

  • Reflektieren
  • Auf den Gesprächspartner konzentrieren
  • Informieren
  • Überzeugen
  • Lenken
  • Durchsetzen

9. Wie lerne ich Rhetorik in einem professionelles Rhetorik-Seminar mit einem Rhetorik-Trainer?

Im professionellen Rhetorik-Seminar lernen Sie Mittel und Wege kennen, um Ihre Außenwirkung deutlich zu verbessern und berufliche und private Rhetorik auf ein neues Level zu heben.
Vielleicht gehören Sie jetzt schon zu den routinierten Präsentatoren und möchten den letzten Feinschliff für Ihre Außenwirkung und Ihren Auftritt bekommen. Manchmal sind Sie allerdings unsicher, wie Sie auf andere wirken und fragen sich noch, wie sich Rhetorik noch weiter erlernen lässt.
Beide Typen sind im Seminar gut aufgehoben: Als Einsteiger wird Ihre Redeangst bekämpft; als fortgeschrittener Redner werden wir gemeinsam Rhetorik lernen und an Ihrer Schlagfertigkeit arbeiten.

Kommen Sie zu unserer Rhetorik-Intensiv-Woche (Modul I-III) und lernen Sie folgende rhetorische Fähigkeiten:

  • Überzeugende Ausdrucksfähigkeit und souveränes Präsentiern: Sie wollen andere motivieren? Dann geben Ihnen unser Rhetorik-Seminare das perfekte Werkzeug an die Hand, um überzeugend aufzutreten und souverän zu präsentieren.
  • Redegewandtheit und der richtige Umgang mit dem Wort: Immer die richtigen Worte finden! Unsere Rhetorik-Seminare vermitteln Ihnen den aktiven, zielbewussten und psychologisch fundierten Umgang mit dem Wort.
  • Souverän vor Publikum auftreten und mit Redekunst faszinieren: Souverän vor Publikum sprechen. Unsere Rhetorik-Seminare helfen Ihnen, Ihren Auftritt perfekt vorzubereiten.
  • Überzeugungskraft durch Körpersprache: Auch die richtige Körpersprache überzeugt. Lernen Sie die Macht von Mimik und Gestik für sich zu nutzen.
  • Effektives Einsetzen der Stimme: Stimmsicher durch die Rede: Stimmbildung ist ein wichtiger Teil der Rhetorik-Seminare und hilft Ihnen, Ihre Stimme bewusst und effektiv einzusetzen.
  • Redesicherheit durch Struktur und durchdachte Inhalte: Rhetorik braucht Struktur und durchdachte Inhalte. Dazu müssen Sie Ihre Sprache bewusst einsetzen und sich auf Ihr Gegenüber einstellen. Wir helfen Ihnen dabei.
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