Rhetorik – Was ist das eigentlich?

Rhetorik – Was ist das eigentlich genau und woher stammt der Begriff?

Die alte Definition von Rhetorik ist: Der zur Kunst gesteigerte Umgang mit dem Wort. Der Begriff leitet sich aus dem altgriechischen „rhētorikḗ“ ab und bedeutet übersetzt so viel wie „Redekunst“ oder „Kunst der Beredsamkeit“.
Aber passt das noch in unsere Zeit?
Im Zeitalter der Psychologie hat Rhetorik eine neue Bedeutung bekommen:
Bei unserer Zusammenarbeit ist sie zuerst Steigerung des Selbstbewusstseins. Sie bewirkt aber auch eine Zunahme der sprachlichen Flexibilität, ist Training für die Verhandlung und Diskussion, ist der psychologisch fundierte, aktive, zielbewusste Umgang mit dem Wort.

Ist man ein guter Rhetoriker so kann man Menschen überzeugen, Reden halten, denen die Zuhörer gerne folgen und deren Inhalte im Gedächtnis behalten – sowohl stehend vor Publikum bei einer Präsentation, man nennt dies monologisch, als auch im Gespräch, Verhandlung. Man nennt dies dialogisch.

Rhetorik ist Kunstform und angewandte Wissenschaft. Die Art und Weise eines wirksamen Vortages macht den wissenschaftlichen Teil aus und betrachtet vor allem die Methoden und Stilmittel eine Rede. Doch wie gesagt – Rhetorik ist auch Kunst – die Erstellung einer Rede ein kreativer Akt. Dies betrifft auch auf die Darstellung vor Publikum, wo rhetorische Präsenz, Chrisma und Talent für das Ergebnis eine immense Rolle spielen. Die Kunst der Rhetorik liegt darin, eine Botschaft so eindrucksvoll zu transportieren, dass das Publikum von der vermittelten Meinung überzeugt ist, diese bestenfalls annehmen und anschließend danach handeln.

In den folgenden Beiträgen erfahren Sie mehr, woher die Rhetorik stammt, wie wir sie heute modern verwenden können und wie wir unsere eigene Rhetorik verbessern können.

1. Rhetorik als entscheidender Karrierefaktor: Wieso ist Rhetorik so wichtig?

In einem irren Tempo wandelt sich die Welt. Doch was immer noch Bestand hat, sind die Grundzüge in der Kommunikation: Permanent sind wir gefordert, zu überzeugen, Brücken zu schlagen, zu gewinnen und zu wirken und Türen zu öffnen. Und gerade deshalb ist es so wichtig, rhetorische Redekunst auch heute noch zu lehren – und zu leben. Denn Rhetorik kann beeinflussen und Kommunikation erfolgreich gestalten. Mit Hilfe der Rhetorik können Menschen geführt werden. Aber auch dient die Rhetorik der Stärkung des Selbstbewusstseins.

2. Was ist die Geschichte der Rhetorik und warum hilft es, sie zu kennen?

Sprechen, um eine Wirkung auf andere zu erzielen, um andere zu beeinflussen, um Ziele zu erreichen, ist seit der Antike das Wesen der Rhetorik. Die Rede soll „auf die Einsicht und das Herz der Hörer wirken, die Einbildungskraft und das Gefühl ansprechen“ (Meyers Konversationslexikon 1890).
Die Theorie der Redekunst und die Praxis der Beredsamkeit waren in der Antike fester Bestandteile des öffentlichen Lebens und auch des Bildungswesens. Rhetorik wurde als Handwerkszeug verstanden, das den Intellekt und die Ästhetik anspricht – aber unabhängig von Begabung, Intuition oder Kreativität erlernbar ist.
Die antike Rhetorik folgt einer strengen Einteilung und einer klaren Struktur, sowohl in der Unterscheidung der Rede-Arten, als auch in Aufbau und Gliederung. So folgt eine klassische Rede einem streng gegliederten fünfgliedrigen Bauplan:

Einleitung
Hier wird der erste Kontakt zum Publikum hergestellt, sie ist die Basis, um das Publikum für den Redner einzunehmen

Tatbestand
Der Sachverhalt wird geschildert, das Problem benannt, eine Kernthese vorgestellt

Argumentation
In der nächsten Stufe des Bauplans führt der Redner zu seinen Argumenten hin und stellt sie vor. Dies ist die Phase der Beweisführung (lat.arguere“ = deutlich zu erkennen geben, klarmachen, erhellen, beweisen)

Widerlegung gegnerischer Argumente
Hier zeigt der Redner, dass er sich auch mit den Argumenten der Gegenseite beschäftigt hat, indem er sie nicht nur anspricht, sondern direkt auch widerlegt.

Abschluss der Rede
In der Schlussrede steckt der Appell, die Aufforderung zum Handeln. Im Appell steckt für den Redner die einzig logische Folge seiner Argumentationskette. Nun ist es am Publikum, Zustimmung zu geben.

3. Von der Antike in die Neuzeit: Wie hat sich Rhetorik seitdem gewandelt?

Der Beginn der wissenschaftlichen Rhetorik liegt im antiken Griechenland. Die redegewandten Griechen waren die ersten Menschen, die für die Kunst der öffentlichen Rede eine Systematik entwickelten. Insbesondere rechtliche Streitigkeiten regelten die Griechen vor Gericht mündlich. Kein Wunder, dass sie sich an die Spitze der Rhetoriker redeten – denn je überzeugender man seinen Standpunkt vortragen konnte, desto wahrscheinlicher war es, dass man Recht bekam und je nach dem, nicht Kopf und Kragen verlor. Die heute bekannten antiken Rhetoriker sind als begnadete Gerichtsredner berühmt geworden.

Nicht nur im antiken Griechenland, sondern auch im alten Rom konnte ein Redner, der über gute sprachliche Fähigkeiten verfügte, es weit bringen. So schaffte es Cäsar beispielsweise durch seine Rede im Senat die Wahl zum Volkstribun entscheidend zu beeinflussen.

Allerdings waren im antiken Griechenland und im alten Rom nicht jeder Mensch ausreichend gebildet und redegewandt, so dass sich diese Menschen an Redelehrer wandten. Ein solcher Redelehrer lebte im fünften Jahrhundert vor Christus auf Sizilien – damals noch eine griechische Kolonie und nannte sich Korax. Korax und sein Schüler Teisias gelten als die Begründer der modernen Rhetorik.

Er war der erste, der nicht nur Reden hielt, sondern die Rhetorik analysierte und Theorien aufstellte, welche er anschließend lehrte.
Im antiken Griechenland sprossen weitere Rhetorik-Schulen hervor. Eine Blütezeit der Rhetorik. Für die heute bekannten Philosophen war der Rhetorikunterricht die Grundlage ihrer Einkünfte. Zum Beispiel hatte Platon (ca. 430 v Chr) eine Rhetorikschule, ebenso wie zeitgleich Isokrates.
Aus der Geschichte der Rhetorik aus altgriechischer und römischer Zeit ist die bis heute dominierende Wahrnehmung verständlich, dass mit dem Begriff Rhetorik generell das monologische Reden vor Publikum verstanden wird.

Im Mittelalter waren die Rhetorikwerke Ciceros „De inventione“ und „Rhetorica ad Herennium“ die Grundlage des Rhetorikunterrichts. Ohne diese Grundlage war damals ein Studium an einer europäischen Universität nicht möglich. Noch bis in die frühe Neuzeit wurde die klassische Rhetorik gelehrt bis schließlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts die klassische Rhetorik an Bedeutung verlor. Die Technik und Theorie geriet in den Hintergrund und wurde vom Inhalt und dem persönlichen Ausdruck individueller Überzeugung abgelöst.

Auch noch im 19. Jahrhundert erfuhr die Rhetorik als Lehrfach einen weiteren Abwärtstrend. Es gab etliche prominente Gegner der Rhetorik. Goethe bezeichnete das Fach Rhetorik als „Schule des Verstellens“. Der große Immanuel Kant beschrieb in der „Kritik der Urteilskraft“, die Rednerkunst sei allein dazu da, Schwächen des Gegners auszunutzen, anstatt selbst Argumente zu liefern.

Erst im 20. Jahrhundert erholte sich die Rhetorik von ihrem schlechten Ruf. Zahlreiche Theoretiker untersuchten die Kunst der Rhetorik und holten sie aus der dunklen Kammer hervor. Heutzutage ist die Rhetorik ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unserer schnellen Gesellschaft. Wir sind gefordert zu überzeugen, zu wirken, zu gewinnen und erfolgreich zu kommunizieren. Sei es im beruflichen Alltag oder privat. Rhetorik und Kommunikation trägt nicht nur zu einem gestärkten Selbstbewusstsein bei – letztlich erleichtert uns eine gekonnte rhetorische Kommunikation das alltägliche Dasein.

4. Was sind die bedeutendsten Merkmale moderner und wirkungsvoller Rhetorik?

Die moderne Interpretation von Rhetorik ist ein Nutzenangebot, deren Basis eine gleichberechtigte, menschliche Kommunikation ist. Hierfür ist eine gesunde Balance nötig von dem „WAS“ gesagt wird hin zu dem, „WIE“ etwas gesagt wird.
Denn wenn wir davon ausgehen, dass 80% einer gelungenen Kommunikation über die Beziehungsebene von Sender und Empfänger gestaltet wird, lohnt sich ein Blick auf die Grundzutaten und den Möglichkeiten, diese aktiv zu gestalten.
Als Grundlage dient das „rhetorische Dreieck“, in dem das Spannungsfeld der Kommunikation austariert wird:

Fokus Orientierung am Zuhörer

  • Zu wem spreche ich?
  • Welche Vorkenntnisse, Werte, Motivationen, Wünsche, Fragen werden mir begegnen?
  • Was brauchen meine Zuhörer?

Fokus Thema

  • Welche Argumente habe ich?
  • Beispiele oder Beweise?
  • In welcher Struktur platziere ich sie?
  • In welcher Informations-Tiefe kann ich sprechen?
  • Welche Stilmittel gibt es, um auf sprachlicher Ebene nachvollziehbar zu argumentieren?

Fokus Ich-Perspektive

  • Wie schaffe ich es, authentisch zu wirken?
  • In welcher Rolle bewege ich mich?
  • Wie kann ich meine Stimme und meine Körpersprache so einsetzen, so dass ich Präsenz zeige?

5. Was sind die fünf Stadien einer Rede und wie kann ich diese heute effektiv für meine Kommunikation interpretieren und nutzen?

Die klassischen fünf Arbeitsschritte zur Vorbereitung einer Rede haben bis heute eine hohe Aktualität. Auch wenn sich unser Bezugsrahmen im Laufe der Jahre geändert hat, die Basis der Kommunikation in diesen 5 Schritten bleibt.

1. Inventio

Inventio: am Anfang steht zunächst das reine Thema. In welche der drei klassischen Redegattung (Gerichtsrede, Politische Rede, Festrede) kann es zugeordnet werden? Welche Aspekte, Materialien, Sichtweisen, Argumente sind nötig, um das Thema zu bearbeiten? Welche Randthemen gibt es? Es ist die Phase der Stoffsammlung.

Um den Suchprozess zu systematisieren, hat die Rhetorik einen Suchkatalog (Topik) angelegt. Es sind gedankliche Suchpfade, die mit Hilfe einer strukturierten Fragetechnik das Thema durchleuchten. Hier können alle W-Fragen gestellt werden, um das Thema möglichst umfassend zu durchdenken.

Im heutigen Kontext ist es wichtig, den ersten Schritt, die Inventio, nicht zu leicht zu nehmen und als einzige Quelle das Internet zu bemühen. Bibliotheken, Experten-Interviews, Verbände, Medien-Dokumentationen, Enzyklopädien oder Lexika können ebenso hilfreiche Quellen sein, um ein Thema individuell zu bearbeiten.

2. Dispositio

Dispositio: im zweiten Arbeitsstadium wird die Gliederung des Stoffes festgelegt.

  • Was genau kommt in die Einleitung?
  • Was ist nötig, um den Sachverhalt umfassend darzustellen?
  • Welche Argumente habe ich, um meine Kernaussage zu stützen?
  • Was braucht es noch, um die Beweisführung sicher zu lenken?
  • Was ist daraus die logische Schlussfolgerung?
  • Welchen Appell habe ich, welche Aufforderung zum Handeln?

Heute ist in diesem Schritt ein Blick auf die moderne Kunst des Überzeugens hilfreich. Lassen Sie hier die Erkenntnisse der Psychologie mit einfließen. Beachten Sie z. B. den „Recency-Effekt“, der besagt, dass das Letztgesagte beim Zuhörer am stärksten in Erinnerung bleibt.

3. Elocutio

Elocutio: Nun steht das Gerüst der Rede, Argumente und Sachverhalte sind niedergeschrieben. Ziel dieses nächsten Arbeitsschrittes ist es, stilistisch und sprachlich die Rede zu würzen. Rhetorische Stilmittel, grammatikalische Richtigkeit, Wortgebrauch, Publikumsorientierung durch evtl. dialogische Elemente werden in diesem Schritt überarbeitet.
Unser heutiges Redeverständnis bezieht sich weniger auf die klassische öffentliche Rede, darum ist heute eine stärkere Zielgruppenorientierung nötig.

  • Zu wem spreche ich?
  • Welchen Sprachduktus sollte ich für dies Zuhörer pflegen?
  • Darf ich Fachbegriffe einbauen?
  • Wie kompliziert dürfen die Sätze sein?
  • Welche dialogischen Elemente kann ich einbauen?
  • Mit welchem -überraschenden- Starter wecke ich das Interesse meiner Zuhörer?
  • Wie nutze ich Präsentationstechniken (PowerPoint, Flipcharts etc.)

4. Memoria

Memoria: Im vierten Stadium konzentriert sich der Redner auf das Einprägen der Rede ins Gedächtnis (memoria). Das funktioniert am besten step by step mit Hilfe der Mnemotechnik und bildlicher Vorstellungshilfen.
Heute arbeiten viele mit Stichwortzetteln. Wer dies gerne macht (um z. B. sicher zu gehen und nicht auswendig Gelerntes zu repetieren) bearbeitet diesen Arbeitsschritt genauso:

  • Was sage ich zu welchem Stichwort? Das funktioniert am besten, wenn der Aufbau sehr strukturiert ist und die Gliederung der Stichworte in einzelnen gedanklichen Silos erfolgt.

5. Actio

Actio: Nun folgt die Umsetzung, die Rede wird gehalten. Damit die Rede lebendig wird und die Zuhörer auch wirklich erreicht, muss neben der inhaltlichen Ausgestaltung auch der nonverbale Anteil der Rede wirken:

  • Wie wird sie vorgetragen?
  • Wie werden Mimik und Gestik unterstützend eingesetzt?
  • Wie ist die Stimmführung?
  • Welche Dynamiken entstehen da?

Der nächste Schritt- der nicht offiziell ist – heißt ganz einfach: Perfru! Genießen Sie den Applaus, den es nach Ihrer Rede geben wird. Das haben Sie gut gemacht, es ist Ihr Erfolg!

6. Klassische Redeziele in einem modernen Kontext – wie erreiche ich, was ich will?

Der moderne Ansatz der Präsentations-Rhetorik gibt uns viele Tools an die Hand, um unsere Business-Präsentationen noch professioneller werden zu lassen: Think-Cell oder Visual Communication Tools … vieles davon begegnet uns in unseren Seminaren. Wichtig, hilfreich und modern.
Doch manchmal hilft in die klassische Rhetorik. Nämlich dann, wenn es um die Zielformulierung geht. „Und? Haben Sie Ihr Ziel erreicht?“ Diese einfache Frage lässt viele ins‘s Straucheln bringen und zeigt wieder einmal, wie oft sich hinter komplizierten Tools am eigentlichen vorbeigeschummelt wird. Dabei ist eine kluge Zielformulierung ganz einfach.
Es sind folgende Ziele, die Cicero in der antiken Rhetorik unterscheidet:

  • docere = informieren oder aufzeigen
  • movere = überzeugen oder in Bewegung bringen
  • delectare = unterhalten oder amüsieren.

Diese Basis-Einteilung hat auch heute noch Bedeutung.

Docere

Dies ist der schnelle Einstieg für die Zielformulierung. Denn hier gilt es, Informationen weiterzugeben, Fakten und Beispiele zu demonstrieren, Wissen zu aktualisieren oder zu vertiefen. Eine rein sachliche Ebene wird angesprochen. Das Emotionale spielt keine Rolle

Movere

Wenn wir andere für unsere Ideen begeistern, überzeugen und für neue Dinge motivieren möchten, ist natürlich „movere“ das Hauptziel unserer rhetorischen Bemühungen. Hier sind wir stärker auch auf der emotionalen Ebene gefordert. Denn gelungene Überzeugungsarbeit ist oft an positiv-emotionale Prozesse gekoppelt.

Unser Tipp: Auch wenn wir oft auf emotionaler Ebene überzeugen, den Abschluss bilden wir im Hier und Jetzt mit einer ganz konkreten Aufforderung zum Handeln. Das Gute daran: Ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht, kann ich direkt im Anschluss meiner Präsentation prüfen: Der Abschluss sollte kein „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“ sein, das kennen unsere Zuhörer zu genüge. Stellen wir vielmehr eine Aufforderung zum Handeln in den Schlussakkord, kann ich direkt den Erfolg meiner Präsentation messen. Je konkreter die Aufforderung formuliert ist, desto leichter fällt es dem Publikum, entsprechend zu handeln.

Delectare

Mein Publikum zu unterhalten, es zum Schmunzeln bringen, in einen vergnügten Zustand versetzen, oder einfach zu würdigen und dem Anlass einen festlichen Rahmen geben: All das sind mögliche Ziele unter diesem Stichwort. Es sind die leichten Emotionen, die angesprochen werden sollen. Und wenn wir dieses Ziel erreicht haben, wird unser Publikum es uns zu erkennen geben: mit einem Schmunzeln, ein Lachen und natürlich mit immens viel Applaus.

7. Was sind Beispiele für begnadete Rhetoriker und was kann ich mir von ihnen abschauen?

Wenn Sie Gerhard Schröder, Angela Merkel und Christian Lindner vergleichen, haben Sie drei Rednertypen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Und jeder pflegt seinen Redestil, entwickelt ihn aus seiner Persönlichkeit und kommt dabei fast immer authentisch beim Publikum an.

Analysieren Sie Ihren Typ, reflektieren Sie das mit guten Freunden und entwickeln daraus Ihren Redetypus.

Der Wissenschaftler hat selten das Zeug zum Agitator, allein Joschka Fischer ist das Kunststück gelungen sich vom jugendlichen Protestapologeten zum staatstragenden Außenminister vor der UNO zu entwickeln. Aber dafür hat er auch 30 Jahre gebraucht.

Der Tonfall der Rede muss zu Ihrem ganz eigenen Sprachduktus passen. Luthers Wortgewalt braucht auch Luthers klare Sätze. Jemand anders wirkt damit schnell lächerlich. Auch ein Franz Joseph Strauß war mit seinen skurrilen Satzbauten und Eigenwortschöpfungen immer ein barocker sprachmächtiger Rhetor. Und auch Angela Merkel ist mit ihrem kantschen Vernunftstil jederzeit authentisch. Eine Aussage wird ergänzt durch die nächste, eine dritte begründet und daraus wird sinnvoll der Schluss gezogen.

Zu welchem Typ tendieren Sie?

Der Dampfredner (Franz-Josef Strauß)
Der nüchterne Hanseat (Helmut Schmid)
Der Überzeugungsredner (v. Weizsäcker)
Der Vatertyp (Johannes Rau)
Der Dynamikredner (Christian Lindner)
Der Staatsredner (Willy Brandt)
Der Kampfredner (Herbert Wehner)
Der Wissenschaftstyp (Angela Merkel)

8. Wie kann ich darüber hinaus Rhetorik lernen und meine Redefertigkeit verbessern?

Viele möchten Rhetorik erleben und ihre Kommunikation konsequent ausbauen. Wenn wir uns in die vielfältigen Themengebiete rund um Rhetorik und Kommunikation einarbeiten wollen, oder unsere Kompetenzen systematisch ausbauen wollen, finden wir in den bewährten Rhetorik-Tipps und konkretes Handwerkszeug für den Umgang mit schwierigen Partnern und für die Behandlung von Einwänden. Wir erhalten Strategien und Arbeitstechniken, damit wir uns Präsentationen, Reden und Vorträge erleichtern.

Ein nützlicher Begleiter, der Schritt für Schritt zur „rhetorischen Sattelfestigkeit“ führt und schnell handlungsfähig macht. Den bewussten Umgang mit dem Wort trainieren wir durch den Part „Storytelling“, wodurch wir garantiert eine große Aufmerksamkeit erreichen. Wir lernen, wie solche Geschichten geplant, umgesetzt und lanciert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Sie als Präsentator. Durch den richtigen Einsatz von rhetorischen Stilmitteln und einer bildhaften Sprache erlernen Sie, wie Sie Ihre Botschaft mitreißend und überzeugend rüberbringen. Wir erfahren, welche rhetorischen Mittel eine wirkungsvolle Kommunikation ermöglichen – auch auf Englisch.

  • Reflektieren
  • Auf den Gesprächspartner konzentrieren
  • Informieren
  • Überzeugen
  • Lenken
  • Durchsetzen

9. Was bringt mir ein professionelles Rhetorik-Seminar mit einem Rhetorik-Trainer?

Bei professionellen Rhetorik-Seminaren lernen Sie Mittel und Wege kennen, um Ihre Außenwirkung deutlich zu verbessern und berufliche und private Rhetorik auf ein neues Level zu heben.
Vielleicht gehören Sie jetzt schon zu den routinierten Präsentatoren und möchten den letzten Feinschliff für Ihre Außenwirkung und Ihren Auftritt bekommen. Manchmal sind Sie allerdings unsicher, wie Sie auf andere wirken und fragen sich noch, ob Sie Ihren Präsentationsstil und Ihre Rhetorik verbessern können.
Beide Typen sind in Rhetorik-Trainings gut aufgehoben: Als Einsteiger wird Ihre Redeangst bekämpft; als fortgeschrittener Redner werden wir gemeinsam Ihre Rhetorik verbessern und an Ihrer Schlagfertigkeit arbeiten.

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