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Zehn Jahre. Zehn Erkenntnisse

Zehn Jahre momentum bedeuten viele, viele Gespräche, Seminare und Workshops. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Herausforderungen – und doch begegnen uns immer wieder dieselben Muster.

Was macht gute Kommunikation wirklich aus? Welche Überzeugungen haben sich über all die Jahre bewährt? Und was bedeutet das heute für unsere Trainings?

Zum Jubiläum teilen wir die zehn Überzeugungen, die unsere Arbeit prägen – und die wir in tausenden Seminaren und Workshops immer wieder bestätigt sehen. Vielleicht finden Sie sich in dem einen oder anderen Gedanken wieder.

Kommunikation beginnt bei mir.

  • 1. Erst die Haltung, dann der Satz

    Klarheit in der Kommunikation entsteht vor dem ersten gesprochenen Satz. Wenn Du weißt, wofür die stehst, was Du erreichen willst, kommuniziert Du souveräner und zielgerichteter. Wichtig ist die Haltung hinter dem persönlichen Kommunikationsstil. Darum ran an die zentrale Frage: „Wie will ich eigentlich wirken?“

  • 2. Authentizität kommt über die Rolle.

    Willst Du authentisch wirken, nimm die Rolle an. Das Rollenverhalten bestimmt das Sprechverhalten. Wenn Du Deine Rolle klar hast, gibt das Dir Sicherheit. Und wenn Du Dich sicher fühlst, kannst Du authentisch wirken. So einfach und so schwer ist es.

  • 3. Warum 2+2 manchmal 5 sein darf

    Ein bekanntes Stressphänomen: Sobald wir vor Menschen sprechen, schaltet unser Körper in den Stress-Modus und es kann passieren, dass uns die banalsten Dinge nicht mehr einfallen (wie z. B. die Basic-Rechnung 2+2= 4…). Kurze Aussetzer und Mini-Blackouts gehören einfach dazu. Souveränität entsteht nicht durch Fehlerfreiheit, sondern durch die Fähigkeit, im Moment zu bleiben. Darum dürfen wir akzeptieren, dass 2 plus 2 manchmal 5 sein darf und gewinnen damit paradoxerweise mehr Souveränität.

  • 4. Nimm Tempo raus. Hör erstmal zu!

    Wenn Kommunikation komplexer wird, steigen Informationsdichte und –Schnelligkeit. Doch STOP! Viel hilft nicht viel. Innehalten und erstmal zuhören, was dem anderen wirklich wichtig ist! Das ist ein wichtiger Stellhebel für gute Kommunikation.

Kommunikation entsteht zwischen Menschen.

  • 5. Ob Kommunikation funktioniert, entscheidet sich auf der Seite des Empfängers:

    Egal, was Du „senden“ wolltest: Es zählt, was ankommt. Die Entscheidung ob die Botschaft ankommt,  wird auf der Empfängerseite getroffen. Oft hilft ein Perspektivwechsel, Klarheit in die Kommunikation zu bekommen.

  • 6. Konflikte sind keine Störung. Sie zeigen, wo Entwicklung nötig und möglich ist

    Konflikte sind (zugegebenermaßen kein schöner) Seismograph für die Spannungen eines Systems und entstehen selten zufällig. Damit sind Konflikte nicht automatisch gut, aber sie zeigen sehr zuverlässig, worüber ein Team wirklich sprechen muss.

Kommunikation wird zur Kompetenz.

  • 7. Kennen ist noch kein Können. Können ist noch kein Tun.

    Gute Kommunikation entsteht nicht dadurch, dass wir Modelle verstanden haben. Aufgabe ist es, aus diesem Wissen (Kennen) ein Verhalten zu machen (Tun!) Genau darin liegt die eigentliche Trainingsarbeit: Vom Kennen ins Können und vom Können ins Tun.

  • 8. Die beste Methode ist die, die im Moment einfach da ist

    Komplexe Kommunikationsmodelle beeindrucken auf dem Papier. In der Praxis helfen sie nur dann, wenn sie auch unter Druck abrufbar bleiben. Gute Tools müssen deshalb einfach und leicht zu merken sein.

  • 9. Bleib Dirigent Deiner eigenen Kommunikation

    Technik macht Kommunikation komplexer, nicht einfacher. Denn oft werden  Informationsdichte und Informationsgeschwindigkeit mit Klarheit verwechselt. Deshalb gilt: Habe Deine Kernaussagen klar, dann kannst Du die Technik als eine Art verlängerte Werkbank für Deine Ideen und Gedanken nutzen. Technik ist ein wertvolles Werkzeug und den Takt gibt jedoch immer der Mensch vor.

Und schließlich…

  • 10. Du sollst nicht langweilen.

    Das ist vielleicht das elfte Gebot guter Kommunikation. Wer spricht, übernimmt Verantwortung für die ganze Aufmerksamkeit im Raum. Darum: Auch sachliche Inhalte dürfen lebendig sein!

Was bedeutet das für unsere Trainings?

Diese zehn Erkenntnisse sind für uns weit mehr als schöne Leitsätze. Sie prägen die Art, wie wir Trainings entwickeln und durchführen. Wichtig für uns ist es, nicht nur Kommunikationsmodelle auf der Wissensebene zu vermitteln (Kennen) sondern Menschen ins echte TUN zu bringen.

Unsere Trainings leben von einer Atmosphäre, in der Menschen sich ausprobieren können. Wir machen sichtbar, welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind, wo Potenzial liegt und was sich konkret weiterentwickeln lässt. Dabei arbeiten praxisnah, mit bewährten Tools und Werkzeugen, viel Übung, ehrlichem Feedback und konsequentem Transfer in den Berufsalltag.

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