Flipcharts gestalten – kreativ und wirkungsvoll

Die wichtigsten Tipps und Techniken für eine überzeugende Flipchartgestaltung

Das Flipchart birgt sehr viel Potenzial. Erfahren Sie, warum und welche Vorteile das Präsentieren mit Flipchart mit sich bringt und wie Sie Ihre Flipcharts professionell und attraktiv gestalten.

Gerade in kleineren Gruppen stellen Flipcharts die bessere Präsentations-Alternative dar: Eine besser Interaktion mit dem Publikum und der Entstehungsprozesses von Thesen und Grafiken ist so für alle nachvollziehbar. Auch erlauben Flipcharts mehr Spontanität. Ein spontaner Einfall? Ein Einwand eines Teilnehmers? Kein Problem! Sie können in Ihrem Vortrag schnell etwas einbauen, was nicht vorbereitet war und das wiederum erhöht die Aufmerksamkeit und den Erinnerungswert des Gezeigten und Gehörten.
Nicht ohne Grund belegen Studien aus der Lernpsychologie, dass beim reinen Hören eines Vortragen nur rund 20 % des Gesagten beim Publikum „hängen bleibt“. Bei der Verbindung zwischen Sehen (Visualisierung) und Hören sind es bereits 50%. Bei dem aktiven gemeinsamen Erarbeiten und Visualisieren sind es bereits 70 %.

Doch nicht nur das: Das Präsentieren mit einem Flipchart ist für das Publikum spannender und vor allem persönlicher – es entsteht eine angenehmen und intimere Atmosphäre, die letztlich mehr Emotionen hervorruft und dadurch im Gedächtnis des Publikums einen einfacheren Zugang findet.
Am besten binden Sie Ihr Publikum aktiv mit ein und lassen die Teilnehmer selber ein Flipchart gestalten oder anhand einer Abfrage beispielsweise Post-its an das Flipchart anheften.

Flipcharts gestalten – Die Überschrift

Beginnen Sie mit der Überschrift, dabei können Sie frei eine Schriftart wählen. Wichtig ist nur, dass man die Überschrift auch als solche erkennt. Dazu sollten Sie die Überschrift in einen Rahmen setzen (Lesen Sie dazu unten beim “Banner” weiter.).

Überschriften geben Ihrer Präsentation automatisch Struktur. Die Überschriften können Sie bereits vor der Präsenatation vorschreiben. Das Publikum liest dann die Überschrift, weiß aber noch nicht was der Inhalt sein wird. Das erzeugt Spannung und natürlich Aufmerksamkeit.

Verwenden Sie beim Schreiben von Überschriften schwarze (!) Marker mit einer breiten Keilspitze, z.B.: Neuland “Big One”.

Verwenden Sie beim Gestalten des Schatten graue (!) Marker mit schmalen oder breiten Keilspitze. Schatten geben der eingerahmten Überschrift mehr Tiefe und dem ganzen Flipchart mehr Struktur. Das Auge kann schneller zuordnen was “über” dem “anderen” steht.

Flipchartgestaltung – Die Schrift

Eignen Sie sich verschiedene Schriften an, um Inhalte zu gewichten. Schriftstärke, Schriftgröße, Dekor und Farbe geben Texthierarchien an.

Doch viele sind von Ihrer eigenen Handschrift nicht überzeugt –  da ist die Aufforderungen sich gleich verschiedene Schreibstile anzueignen, zu Recht, fehl am Platz. Schrift braucht weitaus mehr Übung als beim Erlernen von Zeichenelementen. Ein Grund könnte sein, dass wir uns über all die Jahre, die wir bereits Schreiben, an unsere Handschrift gewöhnt haben.

Das Wichtigste: Ihre Handschrift ist per se nicht unschön, solang sie leserlich ist. Achten Sie auf einen regelmäßigen Abstand zwischen den Buchstaben. Man sollte jeden einzelnen Buchstaben lesen können.

Schreiben Sie am besten in Druckbuchstaben!

Schreiben Sie maximal in drei deutlich voneiander unterschiedenen Schriftgrößen! Überschriften und Schlüsselbegriffe groß, weitere wichtige Stichwörter etwas kleiner und erklärender Text noch kleiner.

Flipcharts gestalten – Symbole

Schon mit den einfachsten Symbolen können Sie unübersichtlichen Seiten interessante und ansprechende Lernbilder kreieren.

Viele Objekte stehen stellvertretend für etwas, das man bildlich nicht darstellen kann. Symbole, also mit Bedeutung geladene Gegenstände, sind in unserer heutigen visuell geprägten Welt ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel.

Die Glühbirne, steht für Ideen, die Kaffeetasse für eine Pause – wir alle haben einen gemeinsamen Schatz an Bedeutungsträgern, den es zu heben gilt.

Versuchen Sie doch mal zwei Symbole miteinander zu verknüpften.

Flipcharts gestalten – Pfeile

Pfeile verbinden Ursachen mit Wirkung. Strukturieren Sie Inhalte mittels Linien und Pfeilen.

Pfeile zeigen auch die Richtungen an, selbstverständlich. Sie können aber auch zur Bedrohung werden. Für die Emographie sind Pfeile genauso wichtig wie für die Präsentationen am Flipchart.

Pfeile werden symmetrisch, wenn man darauf achtet, dass die Spitze immer rechtwinkelig zum Schaft steht.

Kleine Übung: Mit Bleistift einfach Hilfslinien zeichnen. Mit ein wenig Übung geht’s später auch ganz leicht ohne!

Flipchartgestaltung – Banner

Rahmen oder auch Banner sind ein leichtes Mittel um Überschriften in Szene zu setzen. Aber Achtung: Erst schreiben, dann den “Banner” drum herum zeichnen.
Den Rahmen kann man noch weiter aufpeppen in dem  Schatten dran malt, ihn anpinnst, Klebestreifen dran klebt oder ihn aufhängt.

Banner sind einfach großartig und machen einen schnellen Wow-Effekt. Sie sind oft eine Erweiterung des Rahmens. Auch hier gilt: Erst Text, dann Banner.

Üben Sie Banner zu zeichnen. Es geht wirklich schnell und hat einen tollen Effekt!

Flipchartgestaltung – Figuren

In Coaching, Trainings, Moderationen und Meetings geht es fast immer um Menschen und die Kommunkation zwischen ihnen. Figuren bzw. Männchen sind deshalb auch aus der Visualisierung nicht wegzudenken. Mit ihnen können wir  Situationen und komplexe Prozesse einfach darstellen.

Sie können Ihre Figur ganz einfach verschiedene Emotionen übermitteln lassen – sei es Freude oder Trauer. Das geht ganz einfach. Probieren Sie es mal aus!

Flipcharts gestalten – Sprechblasen

Die Sprech- oder auch Denkblase kennen wir alle von Comics.  Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Symbole entwickelt, die sowohl durch Form und Umriss, wie auch durch die Gestaltung der Schrift und Hinzufügung weiterer Symbole innerhalb der Sprechblase, einen Eindruck von der Art des Tonfalls, der Sprechweise, Lautstärke und sogar der Gefühle des Sprechers vermitteln können.

Wenn Ihr Publikum also auf Ihre Sprechblase blickt, stellt es sich sofort das Gelesen auch auditativ vor. Ein super Effekt! Jetzt hört Ihr Publikum sogar Ihr Flipchart!

Achtung bei der Gestaltung: Auch hier gilt wieder erst schreiben, dann die Sprech-/Denkblase malen!

Ganz bewusst kann die Größe so gewählt werden, dass Unterbrechungen möglich sind, aus denen die Schrift herausragt. Die Schrift tritt in den Vordergrund, sie bekommt Raum.

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